Veranstaltungskalender

 
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Montag, 22. Juni 2026
14:00 - 15:30 
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Die Rationalität von Wissenschaft, Politik und Medien
Vortrag
Geb. 30.41 / Chemie-Hörsaal Nr. 2 / Criegée-Hörsaal
KIT Campus Süd, Fritz-Haber-Weg 2-6 …
Prof. Dr. Senja Post, KIT, Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)

Wissenschaft stellt in modernen Gesellschaften eine bedeutsame Wissensressource dar, die zu gesellschaftlichen Problemdiagnosen und zur Entwicklung effektiver Lösungen beitragen kann. Doch wie kann und soll Wissenschaft in politisches Handeln einfließen? Die Antwort auf diese Frage liegt in einem Spannungsfeld, das sich aufspannt einerseits durch die Erwartung, dass Politik möglichst rational und effektiv sein sollte und andererseits durch die Tatsache, dass politisches Handeln nie nur auf Wissen, sondern immer auch auf Werturteilen beruht, die wissenschaftlich nicht begründet werden können. In dieser Sitzung behandeln wir dieses Spannungsfeld aus erkenntnistheoretischer und demokratietheoretischer Perspektive.
 
In welcher Beziehung stehen Wissenschaft und Gesellschaft? Wie nehmen gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die wissenschaftliche Forschung und wie wird wissenschaftliche Erkenntnis gesellschaftlich rezipiert und angewandt? Die Vorlesungsreihe mit unterschiedlichen KIT-internen und -externen Referierenden bietet einen Überblick über die Thematik, der sich in folgende Schwerpunkte gliedert: I. Das Wissenschaftssystem, II. Wissenschaft und Öffentlichkeit, III. Wissenschaft und Politik, IV. Wissenschaft und Wirtschaft, V. Wertediskurse.
 
 
Gäste zu Einzelterminen melden sich bitte per E-Mail an unter ringvorlesung@forum.kit.edu.
 
 
Foto: jbuinac / stock.adobe.com

Dienstag, 23. Juni 2026
 
Fortbildung für Abfallbeauftragte (online oder in Präsenz)
Workshop
Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU)

Betriebsbeauftragte für Abfall müssen fachkundig sein und regelmäßig, mindestens alle zwei Jahre, an anerkannten Fortbildungslehrgängen teilnehmen. Der Kurs 2- tätige Kurs behandelt rechtliche und technische Neuerungen sowie Fallbeispiele aus der Rechtsprechung und aus der täglichen Praxis der Beauftragten.
 

Mittwoch, 24. Juni 2026
 
Ladungssicherung beim Transport von (gefährlichen) Gütern - Ausbildungsnachweis nach VDI-Richtlinie 2700a
Workshop
Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU)

Die Pflichten gelten nicht nur für die Beförderung gefährlicher Güter. Verantwortlich sind neben den Fahrer*innen der Transportunternehmer, Kraftfahrzeughalter*innen, Absender*innen, Verlader*innen und die beauftragte Person beim Gefahrguttransport.
Der 2-tägige Kurs zeigt Ihnen, wie Sie mit angemessenem finanziellen und zeitlichen Aufwand die Anforderungen der CTU-Packrichtlinie, DIN EN 12195-1 und VDI-Richtlinie 2700 erfüllen können.

Donnerstag, 25. Juni 2026
 
Fortbildung für Sachkundige nach Chemikalienverbotsverordnung (online oder in Präsenz)
Workshop
Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU)

Sachkundige Personen nach § 11 der Chemikalienverbotsverordnung (ChemVerbotsV), deren Sachkundebescheinigung länger als 6 Jahre zurückliegt, sind verpflichtet, an einer Fortbildung einer ankerkannten Einrichtung teilzunehmen. Zur Aktualisierung der Sachkunde ist keine Prüfung vorgeschrieben.

In dieser Fortbildung zur Auffrischung der umfassenden Sachkunde erhalten Sie ein Update über die aktuellen chemikalienrechtlichen Regelungen und die Änderungen in benachbarten Rechtsgebieten mit Schwerpunkt auf der Vorstellung der novellierten ChemVerbotsV.

Das Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt ist als Einrichtung zur Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen nach § 11 Absatz 1 Nummer 2 ChemVerbotsV anerkannt und stellt im Anschluss an die Veranstaltung eine entsprechende Bescheinigung aus.

18:00 - 19:30 
Colloquium Fundamentale: Schaden Moralisierungen der Redefreiheit?
Vortrag
Atrium im InformatiKOM, Geb. 50.19, KIT Campus Süd, Adenauerring 12
Dr. Thomas Petersen, Institut für Demoskopie Allensbach

An gegenwärtigen öffentlichen Auseinandersetzungen wird immer wieder bemängelt, sie seien moralisiert. Kritisiert wird dabei, dass Diskussionen häufig weniger von der Suche nach differenzierten Argumenten geprägt seien als von dem Wunsch, sich moralisch korrekt zu positionieren. In Verruf sind Moralisierungen auch deshalb, weil sie als Mittel eingesetzt werden können, um andere Standpunkte zu diskreditieren und den offenen Austausch von Argumenten zu erschweren.
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
 
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
 
Abstract
Seit einigen Jahren wird in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert, inwieweit die Redefreiheit in Deutschland noch gesichert ist. Einer der Auslöser hierfür war ein Umfrageergebnis des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2021, wonach nur noch rund die Hälfte der Bevölkerung den Eindruck hat, man könne seine politische Meinung frei äußern. Gleichzeitig kann man immer wieder die Klage hören, es gebe eine zu starke Moralisierung in der öffentlichen Debatte. Der Vortrag wird erläutern, warum beides miteinander verknüpft ist. Er beschreibt auf der Grundlage der Repräsentativumfragen des Allensbacher Instituts, welche sozialpsychologischen Mechanismen den sozialen Druck erzeugen, der von vielen Bürgern beklagt wird. Er zeigt, welche Rolle dabei die Massenmedien spielen und warum ein gewisses Maß an sozialer Kontrolle der Preis ist, den man für eine freie Gesellschaft zahlen muss.
 
Foto: © FORUM

Montag, 29. Juni 2026
 
Projektleiter und Beauftragte für die Biologische Sicherheit (online)
Workshop
Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU)

Bundesweit anerkannter Grundkurs zum Erwerb der Sachkunde nach § 28 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GenTSV
 
Projektleiter und Beauftragte für die Biologische Sicherheit müssen gemäß § 28 und § 30 der Gentechniksicherheitsverordnung (GenTSV) die für ihre Aufgaben erforderliche Sachkunde besitzen. Diese umfasst unter anderem den Besuch einer behördlich anerkannten Fortbildungsveranstaltung.
Der 2-tägige Kurs wendet sich an künftige Projektleitungen und Beauftragte für die Biologische Sicherheit, die im Rahmen gentechnischer Arbeiten zu bestellen sind. Die Fortbildungsveranstaltung ist im Sinne des § 28 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GenTSV vom Regierungspräsidium Tübingen anerkannt.
 
Mitarbeitende des öffentlichen Dienstes erhalten einen Preisnachlass von 50 Prozent.

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