KIT für alle

Der Dialog mit der Gesellschaft

Am KIT bilden wir nicht nur hervorragende Studierende aus, uns sind Austausch und Interaktion mit der ganzen Gesellschaft wichtig. Entsprechend anspruchsvoll sind wir auch, was Transparenz in Bezug auf unsere Forschung betrifft und bieten diverse partizipative Dialogformate an. Unsere Informations- und Bildungsangeboten richten sich an Menschen in späteren Berufs- und Lebensphasen, an Kinder und Jugendliche sowie an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich für unsere Forschung interessieren. Wir stellen außerdem wissenschaftliche Expertise für den demokratischen Prozess zur Verfügung, identifizieren Bedürfnisse und Probleme beim Einsatz neuer Technologien und ertüchtigen die Wissenschaftskommunikatorinnen und Wissenschaftskommunikatoren von Morgen.

Aktuelle Termine für kommende Events finden sich jeweils in unserem Veranstaltungskalender.

Schülerin in einem technischen Workshop beim Girls' Day am KIT Anastasiya Sultanova, KIT
Keine Angst vor MINT-Fächern: Beim Girls Day lernen Schülerinnnen naturwissenschaftliche und technische Berufe kennen.

Angebote für Kinder und Jugendliche

In zahlreichen Informationsveranstaltungen, Workshops oder Mitmach-Experimenten können wissensdurstige Mädchen und Jungen Forschung und Technik am KIT hautnah erleben: z. B. Hochschulluft in der Kinder-Uni schnuppern, ein Ferienpraktikum machen oder eine Studienbotschafterin in den Unterricht einladen. Für Schülerinnen und Schüler der Klassen drei bis zwölf gibt es Schülerlabore, die sie mit ihrer Schulklasse besuchen können. Besonders begabte Jugendliche haben die Möglichkeit, an einem Schülerstudium mit regulären Vorlesungen und Übungen teilzunehmen. Mit vielfältigen Angeboten partizipiert das KIT traditionell auch am Girls Day, um speziell Mädchen einen Zugang zu den MINT-Fächern zu ermöglichen.

Ausstellung bei der KIT Science Week 2025 Robert Fuge, KIT
KIT Science Week: Einblicke in die Wissenschaft und Diskussionen mit Forschenden über aktuelle Themen.
Gruppe von Personen bei einer Führung am Karlsruhe Research Accelerator am Campus Nord. Jens Krauth, KIT
Wissenschaftsfest für die ganze Familie: Mit Vorträgen, Führungen und Mitmachaktionen wird Forschung am Tag der offenen Tür erlebbar.

Angebote für Bürgerinnen und Bürger

Zusätzlich bietet das KIT zahlreiche öffentliche oder partizipative Wissenschaftsformate für den Dialog mit der Forschung. Explizit wird das beim Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM), einer zentralen Einrichtung des KIT, die den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft als Teil ihrer Identität versteht und mit Vortragsreihen, Streitgesprächen und Podiumsdiskussionen seit vielen Jahren Pionierarbeit leistet. Etwa im Veranstaltungsformat Colloquium Fundamentale, das jedes Semester ein gesellschaftlich bedeutsames Thema interdisziplinär in den Mittelpunkt stellt oder in der Projektwoche Frühlingsakademie Nachhaltigkeit, die Gelegenheit zum Austausch mit Akteurinnen und Akteuren im Bereich Nachhaltigkeit aus Wissenschaft und Praxis eröffnet.

Berufstätige können sich am Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) in Kursen zu Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz oder Projektmanagement fit für neue Herausforderungen im Berufsalltag machen oder ein berufsbegleitendes Studium absolvieren. Sie können auch als Gasthörende an regulären Lehrveranstaltungen teilnehmen oder sich in Online-Vorträgen Zukunftstrends wie Bioökonomie oder nachwachsende Rohstoffe erklären lassen.

In den KIT-Zentren sind die zentralen bereichsübergreifenden Forschungsaktivitäten des KIT organisiert und auch hier ist eine wichtige Aufgabe der direkte Dialog mit der Gesellschaft. So bietet die Vortragsreihe KIT Climate and Environment Lecture des KIT-Zentrums Klima, Umwelt und Ressourcen die Möglichkeit neuste Fakten und Forschungstrends direkt von den führenden Klima- und Umweltforscherinnen und Forschern zu erfahren. Auch andere KIT-Zentren, wie beispielsweise das KIT-Zentrum Energie, das KIT-Zentrum Information, Systeme, Technologien sowie das KIT-Zentrum Mobilitätssysteme sind mit öffentlichen Veranstaltungen, Vortragsreihen und Dialogformaten aktiv.

Eine weitere Maßnahme, mit der das KIT die Interaktion zwischen Wissenschaft und Gesellschaft stärkt, ist die KIT Science Week. Dieses Format entstand im Zuge des erfolgreichen Antrags zur Exzellenzuniversität und kombiniert eine hochkarätige internationale wissenschaftliche Konferenz mit Veranstaltungen für die Öffentlichkeit zu technologischen Megatrends.

Regelmäßig stellt das KIT Forschungseinrichtungen, Labore und Prüfanlagen auch bei Tagen der offenen Tür vor. Mit reichhaltigen Programmen wird dann Wissenschaft zum Anfassen geboten, darunter auch Aktivitäten für die junge Generation. Spannende Wissenschaft können Bürgerinnen und Bürger darüber hinaus bei Campusführungen durch Labors, Großexperimente und andere wissenschaftliche Einrichtungen erleben. Verwiesen sei an dieser Stelle auch auf die seit vielen Jahren etablierte Vortrags- und Konzertreihe Junge Talente, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik in Karlsruhe durchgeführt wird.

Außenansicht des „Zukunftsraums für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ mit Personen im Inneren. Markus Breig, KIT
Gemeinsam forschen: In Reallaboren arbeiten Wissenschaft und Gesellschaft zusammen an Lösungen für das Gemeinwohl.

Angebote für die ganze Gesellschaft

Das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) erforscht wissenschaftliche und technische Entwicklungen in Bezug auf systemische Zusammenhänge und Technikfolgen und ist eine der wichtigsten Adressen für Technikfolgenabschätzung weltweit. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) stehen Parlamentarierinnen und Parlamentariern zur Seite, wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden und entwickeln Handlungsoptionen, um die Resilienz der demokratischen Grundordnung zu stärken und den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

Bedeutende Orte für die Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft sind auch die vom ITAS und Partnern initiierten Reallabore: Hier entwickeln, erforschen und erproben wir gemeinsam mit Bürgern und anderen gesellschaftlichen Akteuren auf kooperative und partizipative Weise Ideen und Lösungen für Themen wie Klima, Energie, Stadtentwicklung, Mobilität, Beschäftigung oder sozialer Friede, in denen sich existenzielle Zukunftsfragen stellen. Beispielsweise das Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg als ein Reallabor für Mobilitätskonzepte, das die Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen für Individualverkehr und Öffentlichen Personennahverkehr fördert oder das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT), wo in transdisziplinären Experimenten integrative Nachhaltigkeitslösungen in Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft erprobt werden

Speziell der Frage guter Wissenschaftskommunikation widmet sich das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation NaWik. Hier werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch praxiserprobte Aus- und Weiterbildungsformate befähigt mit der Gesellschaft zu kommunizieren. Nachwuchsförderung in Sachen Wissenschaftskommunikation betreibt wiederum das Department für Wissenschaftskommunikation als Teil des Instituts für Technikzukünfte, an dem Studierende neben ihrem wissenschaftlichen Studium gleichzeitig auch zu Wissenschaftkommunikatoren und Wissenschaftskommunikatorinnen ausgebildet werden.