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Presseinformation 053/2017

Für eine starke Wissenschaftskommunikation in Deutschland

Gemeinsame Presseinformation des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation, der Klaus Tschira Stiftung (KTS) und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
Am NaWik können Wissenschaftler lernen, ihre Forschungsthemen verständlich zu formulieren. (Foto: ©NaWik/Tim Wegner)
Am NaWik können Wissenschaftler lernen, ihre Forschungsthemen verständlich zu formulieren. (Foto: ©NaWik/Tim Wegner)

Heidelberg/Karlsruhe. Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) wird ab 2017 von der Klaus Tschira Stiftung und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) dauerhaft gefördert. Dies geben beide Gesellschafter anlässlich eines Symposiums zum fünfjährigen Bestehen des NaWik am 03. Mai 2017 bekannt. Das Symposium steht unter dem Motto „Mehr als Fakten – Wissenschaft heute kommunizieren“ – und setzt damit ein deutliches Signal, wie Kommunikation im postfaktischen Zeitalter gelingen kann. In sechs Workshops werden moderne und neue Wege der Kommunikation eröffnet. An einer Podiumsdiskussion am Abend zum Thema „Wissenschaftskommunikation im Spiegel politischer Debatten und Entscheidungen – am Beispiel Künstliche Intelligenz“ nimmt auch Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, teil.

 

„Mit dem NaWik haben wir in Baden-Württemberg ein einzigartiges Institut mit bundesweiter Strahlkraft. Gute Wissenschaftskommunikation ist essenziell - das war auch eine der Botschaften beim March for Science am vergangenen Wochenende. Der Blick in die Welt zeigt, wie wichtig es gerade heute ist, der Gesellschaft die Bedeutung von freier Wissenschaft ins Bewusstsein zu rücken. Hier leistet das NaWik einen wertvollen Beitrag“, betont Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

 

„Es ist heute mehr denn je notwendig, dass der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft nachhaltig gestärkt wird. Mit dem NaWik haben wir vorausschauend bereits vor fünf Jahren ein Institut mit diesem Auftrag auf den Weg gebracht und mit bisher rund fünf Millionen Euro gefördert“, erklärt Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus Tschira Stiftung (KTS). Das NaWik-Team unter der Leitung von Beatrice Lugger  realisiert sein Ziel mit einem umfangreichen Seminarangebot für Wissenschaftler und weiteren Formaten. Spiegel betont: „Damit all dies auch weiterhin gelingt und noch mehr Wissenschaftler sich mit der Öffentlichkeit austauschen, wird die Klaus Tschira Stiftung das NaWik dauerhaft fördern.“

 

Auch der zweite Gesellschafter, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), wird ab 2017 das NaWik finanziell unterstützen. „Für einen gelingenden Austausch mit Bevölkerung, Politik und Medien ist es wichtig, dass Forscherinnen und Forscher zielgruppenorientiert kommunizieren können. Denn in Zeiten, in denen alternative Fakten kursieren, ist es notwendiger denn je, dass Wissenschaftler ihre Arbeit und den Wert der Erkenntnisse in die Gesellschaft tragen“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. So sei das NaWik aktuell ein Alleinstellungsmerkmal im Antrag des KIT im Ideenwettbewerb für ein Deutsches Internet-Institut „Denn eine Aufgabe des Internet-Instituts wird sein, den Bürgerinnen und Bürgern Erkenntnisse der Forschung zur Künstlichen Intelligenz und deren Folgen für die Digitalisierung der Gesellschaft zugänglich zu machen.“

 

Auch die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer unterstützt die Initiative des KIT für das künftige Internet-Institut. „Mit seiner besonderen Kompetenz bietet das KIT beste Voraussetzungen, um von Karlsruhe aus für ganz Deutschland die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung zu beforschen“, so die Ministerin. Die Relevanz dieses Themas zeigt bereits die Diskussion am Abend mit dem Schwerpunkt Künstliche Intelligenz. Innovationen im digitalen Zeitalter erfordern besondere und vielfältige Dialogprozesse. Diese können nur mit den beteiligten Forschern realisiert werden.

 

Leistungen des NaWik

In den ersten fünf Jahren wurden vom NaWik elf Seminartypen – vom Schreiben bis Social Media – mit hohem Qualitätsstandard entwickelt und bereits rund 3000 Personenseminartage gegeben. Dazu kommt ein Portfolio an Workshops und Vorträgen oder Beteiligungen an Forschungsprojekten zur Wissenschaftskommunikation wie etwa einem Projekt, das untersucht, was Kennzeichen guter Präsentationen von Wissenschaft sind.

 

Das Programm des Symposiums finden Sie unter http://www.nawik.de/symposium/  

 

Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik), eine gemeinnützige GmbH, wurde 2012 von der Klaus Tschira Stiftung und dem KIT gegründet. Das Institut vermittelt Forschenden und Studierenden die Grundlagen verständlicher und guter Wissenschaftskommunikation mit Nicht-Spezialisten. Das Lehrangebot des NaWik umfasst aktuell elf Seminartypen mit einem einheitlichen didaktischen Konzept – von Schreib- und Präsentationsseminaren bis hin zu Video-Seminaren. Offene Seminare werden am Sitz des NaWik in Karlsruhe und weiteren Standorten angeboten; Inhouse-Seminare können bundesweit gebucht werden.

 

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für neue Formen der Vermittlung naturwissenschaftlicher Inhalte ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de

 

Foto: Nikola Haubner/NaWik
Foto: Nikola Haubner/NaWik

 


Foto: Nikola Haubner/NaWik

 

Weitere Fotos vom Symposium und von der Abendveranstaltung stehen in druckfähiger Qualität am 03. Mai 2017 ab 20.30 Uhr unter http://www.nawik.de/PM_Mai17 zum Download bereit und können angefordert werden unter: presseIma6∂kit edu oder +49 721 608-47414. Die Verwendung der Bilder ist ausschließlich in dem oben genannten Zusammenhang gestattet.

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

lg, 27.04.2017

Weiterer Pressekontakt:

Klaus Tschira Stiftung (KTS): Renate Ries
Tel.: +49 6221-533102
E-Mail: renate riesZpr2∂klaus-tschira-stiftung de

Nationales Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)
Michelle Haspel
Tel.: +49 721 608 41717
E-Mail: haspelQzv9∂nawik de
Das Foto kann in der höchsten uns vorliegenden Qualität angefordert werden unter:
presseGij1∂kit edu oder +49 721 608-47414.

Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.