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Presseinformation 138/2015

Vortragsreihe am KIT: Reich der Mitte – Quo vadis? China zwischen Megaentwicklungen und Stagnation

Das Colloquium Fundamentale beschäftigt sich im Wintersemester 2015/16 mit den weltweiten Auswirkungen nach Chinas wirtschaftlichem Aufstieg.
Steht China eine leuchtende Zukunft bevor oder droht das traditionsreiche Land an inneren Konflikten zu scheitern? Diesen Fragen widmet sich das Colloquium Fundamentale (Foto: morguefile.com, hotblack)
Steht China eine leuchtende Zukunft bevor oder droht das traditionsreiche Land an inneren Konflikten zu scheitern? Diesen Fragen widmet sich das Colloquium Fundamentale (Foto: morguefile.com, hotblack)

Unter dem Titel „Reich der Mitte – Quo vadis? China zwischen Megaentwicklungen und Stagnation“ beschäftigt sich das interdisziplinäre Colloquium Fundamentale des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit den Entwicklungen Chinas und deren globalen Auswirkungen. Die Vortragsreihe eröffnet der ehemalige deutsche Botschafter in China Dr. Volker Stanzel zum Thema „Neue Weltmacht China“ am Donnerstag, 19. November 2015 um 18 Uhr im NTI-Hörsaal (Engesserstr. 5, Geb. 30.10, KIT-Campus Süd).

 

Chinas schneller wirtschaftlicher Aufstieg mit zeitweise zweistelligen Wachstumsraten machte das Land in wenigen Jahrzehnten zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Diese neue wirtschaftliche Stärke bleibt nicht ohne Folgen für die internationale Gemeinschaft. Jede Entwicklung und Entscheidung in China hat heute starke Auswirkungen auf den Rest der Welt. Wo die einen mit der Erstarkung einer neuen Weltmacht neben den USA eine Chance auf eine multipolare und gerechtere Weltordnung sehen, befürchten andere die Vormachtstellung eines undemokratischen Staates, der die Weltbalance ökonomisch, ökologisch und politisch in Schwierigkeiten bringt. Unbestritten scheint jedoch, dass ohne die Mitwirkung Chinas kaum eine globale Frage mehr gelöst werden kann.

 

Das Colloquium Fundamentale möchte im Wintersemester 2015/16 sowohl Probleme als auch mögliche Chancen, die mit der neuen Weltmacht China einhergehen, zur Diskussion stellen und mit den angebotenen Veranstaltungen einen interdisziplinären Zugang zu verschiedenen Fragestellungen ermöglichen. Dabei sollen neben wirtschaftlichen und politischen Aspekten auch Ansätze einer möglichen Verbesserung der Menschenrechtssituation sowie Wachstum unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet werden. Wie ist die aktuelle Situation und wie die weitere Entwicklung zu bewerten? Sollte das Ausland Einfluss auf die Situation nehmen und, falls ja, wie? Auch Steuerungsmöglichkeiten und Hintergründe staatlichen Handelns in der Volksrepublik China werden diskutiert. Was sind die Mechanismen, die die Umsetzung nationaler Politik bis auf die lokale Ebene in China garantieren? Sind dem ökonomischen Erfolg als Quelle der Legitimation Grenzen gesetzt? Ist in Zukunft mit einer Zunahme von sozialen Unruhen in China zu rechnen angesichts der sich stetig weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich?

 

Ziel der Reihe ist es, durch Vorträge und (Podiums-)Diskussionen einen aktuellen Einblick sowie einen facettenreichen Austausch zu schaffen. Im Eröffnungsvortrag „Neue Weltmacht China“ wird Dr. Volker Stanzel, früherer Politischer Direktor des Auswärtigen Amts und deutscher Botschafter in Peking, Chancen und Risiken abwägen, die mit Chinas neuer Rolle einhergehen und zudem die unweigerlich entstehenden Folgen für Europa thematisieren.

 

Das Colloquium Fundamentale findet an den im Folgenden genannten Terminen jeweils um 18 Uhr im NTI-Hörsaal, KIT Campus Süd, Gebäude 30.10, Engesserstr. 5 statt.

Der Eintritt ist frei.

 

Termine und Referenten/innen des Colloquium Fundamentale:

 

19. November 2015: Eröffnungsvortrag „Neue Weltmacht China“
Dr. Volker Stanzel, ehem. deutscher Botschafter in China

 

03. Dezember 2015: „Die Menschenrechtssituation in China und ihre Wahrnehmung“
Prof. Dr. Dirk Pleiter, Sprecher der China-Ländergruppe von Amnesty International
Shi Ming, freier Journalist und Publizist

 

10. Dezember 2015: „Chinas Herausforderungen des (grünen) Wachstums“
Prof. Dr. Peter Heck, Geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Hochschule Trier, Standort Umwelt-Campus Birkenfeld
Prof. Dr. Doris Fischer, Lehrstuhlinhaberin China Business and Economics, Universität Würzburg

 

21. Januar 2016: Podiumsdiskussion „Quo vadis China?“
Dr. Sabine Stricker-Kellerer, Senior China Counsel bei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP
Traudel Schlenker, Verwaltungsleiterin a. D. des Goethe-Institut in Peking
Matthias Stepan, stellvertretender Leiter des Forschungsbereichs Politik, Gesellschaft, Medien am Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin
Martin Claus, Direktor International Marketing bei Sinoma Technology & Equipment Group
Moderation: Gisela Mahlmann, Journalistin, ehemalige ZDF-Chinakorrespondentin

 

28. Januar 2016: „Chinas politisches System und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“
Prof. Dr. Thomas Heberer, Seniorprofessur für Politik und Gesellschaft Chinas, Universität Duisburg-Essen

 

Nähere Informationen zu Referenten/innen und den Vorträgen finden Sie online unter www.zak.kit.edu/colloquium_fundamentale.

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

el, 13.11.2015

Weiterer Pressekontakt:

Elisabeth Loeser
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale
Telefon: +49 721 608-45898
E-Mail: elisabeth loeserVvq0∂kit edu