Neuberufene Professorinnen und Professoren 2026
Kim V. Berghaus ist Juniorprofessorin am KIT für „theoretische Kosmologie" am Institut für Theoretische Physik (Bereich V).
Sie leitet zudem eine DFG-Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Astroteilchenphysik. Ihre Forschung verbindet Teilchenphysik jenseits des Standardmodells mit kosmologischen Beobachtungen mit besonderem Fokus auf kosmologischen Perioden mit beschleunigter Expansion. Sie promovierte 2020 an der Johns Hopkins University und war anschließend Postdoktorandin an der Stony Brook University sowie Sherman Fairchild Scholar am Caltech. Ihre Arbeit zur warmen Inflation mit dem Standardmodell wurde Ende 2025 in zahlreichen hochrangigen Publikationen vorgestellt. Mit ihrer Ankunft am KIT kehrt sie nach 15 Jahren in den USA nach Deutschland zurück.
Was sie am KIT besonders spannend findet: Die vielseitige Forschungslandschaft des KIT, die Expertise in experimenteller und theoretischer Teilchen- und Astroteilchenphysik vereint, und seinen einzigartigen Status als Exzellenzuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft.
Moritz Dörstelmann ist Universitätsprofessor am KIT für „Digital Design and Fabrication“ am Institut für Entwerfen und Bautechnik (Bereich IV).
Moritz Dörstelmann studierte in Aachen und Wien. Von 2011 bis 2017 entwickelte er am Institut für Computerbasiertes Entwerfen und Baufertigung (ICD) der Universität Stuttgart digitale Entwurfs- und Fertigungsmethoden anhand vollmaßstäblicher Forschungsbauten. Ab 2017 setzte er diese Erforschung als Gastprofessor an der TU München fort. Mit der Gründung der FibR GmbH ermöglicht Moritz Dörstelmann seit 2017 den Technologietransfer seiner Forschung in die Baupraxis, mit ressourceneffizienten Leichtbaustrukturen für Tragwerke, Fassaden und Innenausbauten mit robotischen Fertigungsverfahren. Seit 2021 erforschte er als Juniorprofessor am KIT digitale Bautechnologien für kreislaufgerechte und nachhaltige Bauweisen an der Schnittstelle von Forschung und Lehre. Nun ist Dörstelmann zum Universitätsprofessor am KIT ernannt worden.
Was er am KIT besonders spannend findet:
Das interdisziplinäre und exzellente Forschungsumfeld des KIT bietet einzigartige Kooperationsmöglichkeiten, um Architektur, Bauingenieurwesen, Informatik, Robotik und Materialwissenschaften im gesellschaftsrelevanten Forschungsfeld des digitalen und nachhaltigen Bauens zusammenzuführen.
Michael Spannowsky ist Universitätsprofessor am KIT für „Theoretische Physik“ am Institut für Theoretische Physik (Bereich V).
Nach dem Physikstudium in Tübingen promovierte Michael Spannowsky an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Es folgten Postdoc-Stationen in Karlsruhe und an der University of Oregon. Im Jahr 2011 wechselte er an die Durham University, wo er zunächst als Lecturer tätig war und später dann als Full Professor. Seit 2019 war er dort Direktor des IPPP, des nationalen Zentrums für Teilchenphänomenologie in Großbritannien. Seine Forschung verbindet drei Themenfelder: theoretische Teilchenphysik, insbesondere Higgs- und Präzisionsphysik, effektive Feldtheorien und neue Wechselwirkungen; KI-gestützte Methoden zur Auswertung komplexer Daten; sowie Quantencomputing-gestützte Algorithmen für Feldtheorien, Vielteilchensysteme und Simulationen jenseits klassischer Rechenmethoden.
Was er am KIT besonders spannend findet: Dass hier exzellente Grundlagenforschung mit starker methodischer und technologischer Kompetenz zusammenkommt. Gerade die Nähe von theoretischer Physik, KI, Datenwissenschaft und Quantenforschung eröffnet neue Möglichkeiten, fundamentale Fragen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven und Ansätzen anzugehen.
Worauf er sich am KIT besonders freut: auf die vielen offenen und freundlichen Kolleginnen und Kollegen und auf den Austausch über Fachgrenzen hinweg. Aus solchen Begegnungen entstehen oft die besten Ideen. Dass sich der wissenschaftliche Alltag am KIT dabei zwischen Campus Süd und Campus Nord bewegt, verleiht ihm zugleich noch eine ganz eigene Dynamik. Als Schwabe bringt man für eine solche Einladung zu effizienten Wegen und eleganten Lösungen naturgemäß besondere Sympathie mit.
Zäzilia Seibold ist Universitätsprofessorin am KIT für „Intelligente Technische Logistiksysteme“ am Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (Bereich III). Nach ihrem deutsch-französischen Doppeldiplom in Maschinenbau promovierte sie 2016 am KIT zu modularen, dezentral gesteuerten Materialflusssystemen. In den folgenden neun Jahren übernahm sie bei der Robert Bosch GmbH verschiedene Führungsaufgaben – von der strategischen Entwicklung konzernweiter Logistikkonzepte über die operative Verantwortung in der Werkslogistik bis hin zur Koordination der Intralogistik-Prozessexpertinnen und -experten weltweit. Diese Praxiserfahrung möchte Seibold nutzen, um Fördertechnik und Logistik als integrierte, datengetriebene und lernfähige Systeme weiterzuentwickeln. Zukünftige Logistiksysteme sollen durch die Verknüpfung vorhandener Informationen und lokaler Intelligenz befähigt werden, ihre Umgebung nicht nur zu erfassen, sondern auch strukturell zu verstehen und daraus eigenständig Handlungen abzuleiten.
Worauf sie sich am KIT besonders freut: gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen, Mitarbeitenden und Studierenden neue Impulse an der Schnittstelle von Wissenschaft und industrieller Anwendung zu setzen.
Philipp Staudt ist Juniorprofessor am KIT und Leiter der Forschungsgruppe „Information Systems II – Digital Energy“ am Institut für Wirtschaftsinformatik (Bereich II). Er studierte Wirtschaftsingenieurwesen sowie Wirtschaftsmathematik am KIT und promovierte in Wirtschaftsinformatik zur Digitalisierung von Energiesystemen. Anschließend leitete er die Forschungsgruppe Smart Grids & Energiemärkte am KIT und forschte als Marie-Sklodowska-Curie-Postdoc am Massachusetts Institute of Technology. Von 2022 bis 2026 war er bereits Juniorprofessor für Wirtschaftsinformatik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Digitalisierung von Energiesystemen und ihre Auswirkung auf Märkte und Individuen sowie nachhaltige Digitalisierung von Organisationen.
Worauf er sich am KIT besonders freut: Die Kombination von technischer Expertise und wirtschaftswissenschaftlichem Sachverstand am Institut für Wirtschaftsinformatik und der KIT-Fakultät für Wirtschaftswissenschaften – und die engagierten Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden in der Wirtschaftsinformatik (und darüber hinaus).



