Neuberufene Professorinnen und Professoren 2025
Johanna Schröder ist Tenure Track-Professorin für „Elektrochemische Systeme für die Energieversorgung“ am Institut für Angewandte Materialien – Elektrochemische Technologien (IAM-ET) (Bereich III).
Nach ihrem Studium in Bremen, promovierte Johanna Schröder 2021 an der Universität Bern im Bereich PEM-Wasserelektrolyse und PEM-Wasserstoff-Brennstoffzellen. Dank Stipendien der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und des Schweizer Nationalfonds forschte sie als ab 2022 als Postdoktorandin an der Stanford University und am SLAC National Accelerator Laboratory. In den USA erweiterte sie ihren Forschungsschwerpunkt auf alkalische Wasserelektrolyse- und Wasserstoff-Brennstoffzellen-Systeme, die die Anwendung häufig vorkommender Metalle wie Nickel und Silber ermöglichen. Im Januar 2025 kam sie mit einer CZS-Nachwuchsgruppe ans KIT und wurde im Dezember 2025 als Tenure-Track Professorin ernannt. Sie möchte die Lücke zwischen Grundlagenforschung zur Katalysatorentwicklung und der Untersuchung von Katalysatoralterung in Anwendungsgeräten schließen.
Worauf sie sich am KIT besonders freut: Interdisziplinäre Projekte und die Möglichkeiten zwischen Grundlagen- und angewandter Forschung.
Sebastian Erdweg ist Universitätsprofessor am KIT für „Programmiersprachen und Programmanalyse“ am Institut für Programmstrukturen und Datenorganisation (Bereich II).
Er erwarb seinen B.Sc. in Informatik an der TU Darmstadt, den M.Sc. an der Aarhus University in Dänemark und promovierte an der Philipps-Universität Marburg. Als Postdoktorand arbeitete Erdweg an der TU Darmstadt, als Assistant Professor an der Technischen Universität Delft sowie als Professor an der Universität Mainz. Er forscht zu den Grundlagen und Anwendungen von Programmiersprachen mit dem Ziel, Entwicklerinnen und Entwickler bei der Erstellung und Wartung zuverlässiger und effizienter Softwaresysteme zu unterstützen. Seine Arbeitsgruppe untersucht das Design und die effiziente Implementierung von Programmiersprachen, Programmierwerkzeugen und Programmiermethoden. Dabei legen sie einen besonderen Fokus auf domänenspezifische Sprachen, statische Analyse, logischer Programmierung und inkrementellen Berechnungen.
Worauf er sich am KIT besonders freut: Interaktionen mit den KIT-Studierenden und die Zusammenarbeit mit den KIT-Kolleginnen und -Kollegen
Michael Fischlschweiger ist Universitätsprofessor am KIT für „Technische Thermodynamik“ am Institut für Technische Thermodynamik (Bereich III).
Er besitzt einen B.Sc. und M.Sc. in Polymer Engineering & Science und promovierte in Werkstoffmechanik an der Montanuniversität Leoben. Zudem erfolgte eine Promotion in Thermodynamik an der TU Berlin. Vor seinem Wechsel an das KIT leitete Fischlschweiger sechs Jahre den Lehrstuhl für Technische Thermodynamik und Energieeffiziente Stoffbehandlung an der TU Clausthal. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Irreversiblen Thermodynamik und der Statistischen Feldtheorie. Angewandte Forschung betreibt Fischlschweiger im Bereich der Energieumwandlungen und Phasentransformationen in intelligent-adaptiven Materialien mit Anwendungen in der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Energietechnik sowie zukünftigen Mobilitätssystemen.
Worauf er sich am KIT besonders freut: Gemeinsam in hochmotivierten Teams neue Erkenntnisse der Thermodynamik entwickeln und sie direkt in die forschungsorientierte Lehre überführen.
Elena Hassinger ist Universitätsprofessorin am KIT für „Quantenmaterialien“ am Institut für Quantenmaterialien und -technologien (Bereich V).
Sie ist eine renommierte Expertin auf dem Gebiet der experimentellen Festkörperphysik. Ihre Gruppe erforscht neue Quantenmaterialien mithilfe von Messungen thermodynamischer und transportbezogener Eigenschaften in extremen experimentellen Bedingungen. Seit Oktober 2025 leitet Hassinger die Abteilung „Neue Quantenmaterialien” am Institut für Quantenmaterialien und -technologien. Sie erwarb 2007 ihr Diplom in Physik an der Universität Heidelberg und promovierte 2010 am CEA Grenoble in Frankreich. Nach einem Postdoc-Aufenthalt in Sherbrooke, Kanada, wurde sie 2014 Leiterin der Forschungsgruppe „Physik unkonventioneller Metalle und Supraleiter” am Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden. Von 2016 bis 2022 war sie gleichzeitig als Assistenzprofessorin an der TU München tätig. Im Jahr 2022 wurde Hassinger zur Professorin für Tieftemperaturphysik komplexer Elektronensysteme an der TU Dresden ernannt. Im Dezember 2024 startete ihr ERC Consolidator Grant „Ixtreme”.
Was sie am KIT besonders spannend findet: die aktive Forschungstätigkeit im Bereich der unkonventionellen Supraleitung und anderer interessanter Materiezustände, mit vielen Verbindungen zwischen Theorie und Experiment.
Luca M. Ghiringhelli ist Universitätsprofessor am KIT für „Computational and Data Science in Materials Research“ am Scientific Computing Center (SCC) und der KIT-Fakultät für Chemie und Biowissenschaften.
Zuvor war er außerordentlicher Professor für „Datenbasierte Materialmodellierung“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat einen M.Sc. in Kerntechnik von der Politecnico in Mailand und einen Ph.D. von der Universität Amsterdam. Nachdem Ghiringhelli die Gruppe „Big-Data-Analytik für Materialwissenschaften” im NOMAD-Labor am Fritz-Haber-Institut in Berlin geleitet hatte, koordinierte er den Bereich „Theorie und Berechnung” im FAIRmat-Konsortium an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Hintergrund liegt in der computergestützten statistischen Mechanik und elektronischen Strukturmethoden, die sich zur Bewertung der thermodynamischen und kinetischen Eigenschaften von Volumenmaterialien, Oberflächen und Nanoclustern eignen. Das aktuelle Forschungsinteresse von Ghiringhelli gilt der Entwicklung und Anwendung von Methoden auf der Grundlage von Compressed Sensing, symbolischer Regression, Untergruppenentdeckung und Deep Learning für die datengesteuerte Modellierung in der Materialwissenschaft. Sein Schwerpunkt liegt auf Methoden, die interpretierbare Modelle liefern und mit „Small Data” für das Training umgehen können. Außerdem leitet Ghiringhelli die Entwicklung der hierarchischen, erweiterbaren und interoperablen Metadateninfrastruktur im FAIRmat NFDI-Konsortium.
Am KIT freut er sich besonders auf: Seine Professur wurde als Brücke zwischen den Forschungsthemen der beiden Helmholtz-Programme „Engineering Digital Futures“ und „Materials Systems Engineering“ geschaffen. In diesem Zusammenhang freut er sich darauf, am KIT zur Entwicklung physikalisch fundierter, nachhaltiger Arbeitsabläufe für das Design und die Entdeckung neuer Funktionsmaterialien beizutragen, um den dringenden Bedürfnissen unserer Gesellschaft gerecht zu werden.
Pascal Friederich ist Universitätsprofessor am KIT für „KI-Methoden in den Materialwissenschaften“ am Institut für Nanotechnologie (Bereich V).
Nach seiner Promotion in Physik erhielt er ein Marie-Sklodowska-Curie-Postdoktorandenstipendium an der Harvard University und der University of Toronto, wo er sich mit Methoden des maschinellen Lernens für die Chemie befasste. Im Jahr 2020 wurde er Juniorprofessor an der KIT-Fakultät für Informatik und leitet dort seitdem die Forschungsgruppe „KI für Materialwissenschaften“ (AiMat). Seine Forschung fokussiert sich auf die Entwicklung und Anwendung von Methoden des maschinellen Lernens für die Vorhersage, Simulation, das Verständnis und das Design von Molekülen und Materialien. Pascal Friederichs Arbeiten wurden mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2022) sowie dem Manfred-Fuchs-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (2025) ausgezeichnet.
Was er am KIT besonders spannend findet: Die große Vielfalt an Möglichkeiten zur interdisziplinären Kooperation.
Dennis Mueller ist Universitätsprofessor am KIT für „Baukonstruktion und Entwerfen” am Institut für Entwerfen und Bautechnik (Bereich IV).
Zuvor hatte er seit 2016 eine Professur an der Hochschule Düsseldorf inne. Seit 2008 führt er gemeinsam mit einem Partner das Architekturbüro VON M in Stuttgart. Mueller studierte an der Hochschule für Technik Stuttgart und an der ETH Zürich mit der Vertiefungsrichtung „Computer Aided Architectural Design“. In Forschung und Lehre verfolgt er das Ziel, Bauen und Konstruieren im Hinblick auf eine ressourcenschonende und klimagerechte Architektur neu zu denken. Im Fokus stehen neben Materialien aus recycelbaren und nachwachsenden Rohstoffen auch Bauweisen, die eine geschlossene Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Seit 2015 ist Mueller im Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und seit 2022 Vorsitzender des Berufungsausschusses des BDA Baden-Württemberg. Zu seinen Auszeichnungen zählen unter anderem der Deutsche Holzbaupreis und der Deutsche Architekturpreis, die er beide 2021 erhielt.
Am KIT freut er sich besonders auf: einen fakultätsübergreifenden Austausch mit Studierenden sowie Kolleginnen und Kollegen zu Themen der Bauwende und der nachhaltigen Stadtentwicklung.
Tobias Huber-Loyola ist Tenure-Track-Professor für „Quantum Information Processing“ am Institut für Photonik und Quantenelektronik (Bereich III).
Nach seiner Promotion in Physik an der Universität Innsbruck war er Postdoktorand am Joint Quantum Institute der University of Maryland und am National Institute of Standards and Technology. Von 2018 bis 2025 leitete Huber-Loyola die Forschungsgruppe für Quantenpunkte an der Universität Würzburg; daraus folgte eine unabhängige Junior-PI-Position im Programm „Quantum Futur“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Halbleiter-Quantenoptik und Quantenphotonik. Die Forschungsarbeit von Huber-Loyola wurde mit dem Baldwin and Inge Knauf-Förderpreis (2025), der BMFTR-Förderung „Quantum Futur“ (2022), den Anton Paar Award for Physics (2017) und dem JQI-Postdoktorandenstipendium (2016) ausgezeichnet.
Am KIT freut er sich besonders auf: gute Zusammenarbeit mit den hervorragenden Forschenden und Lehrenden am KIT, um neue Ideen zu entwickeln und den wissenschaftlichen Fortschritt voranzutreiben.

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