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Presseinformation 111/2010

Karlsruher Politikberatung schreibt Erfolgsgeschichte

„Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag“ wird 20
Karlsruher Politikberatung schreibt Erfolgsgeschichte
Expertise für die Volksvertretung: Das vom KIT betriebene Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag feiert sein 20-jähriges Bestehen. (Foto: KIT)

Unter den politikberatenden wissenschaftlichen Einrichtungen ist das vom KIT betriebene Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) eine wichtige Größe. 1990 gegründet, kann das TAB auf nunmehr 20 Jahre erfolgreicher Politikberatung zu zentralen Fragen des wissenschaftlich-technologischen Wandels zurückblicken. Aus diesem Anlass veranstaltet der Bundestag am morgigen Mittwoch einen öffentlichen Festakt mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft.

An die 150 Technologiestudien haben die Wissenschaftler des TAB bis heute vorgelegt – zuletzt zu Themen wie „Gendoping“, „Hirnforschung“, „Öffentliche Petitionen im Internet“ und „Individualisierte Medizin“. Die Berichte bilden die Informationsgrundlage für die Fachausschüsse des Parlaments, werden im Plenarsaal diskutiert und unterstützen die Abgeordneten auch sonst bei ihrer politischen Arbeit. „Das TAB ist eine Erfolgsgeschichte“, resümiert MdB Ulla Burchardt, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Bereits 2002 hat der Ausschuss eine „positive Gesamtbilanz“ der TAB-Arbeiten gezogen. Eine aktuelle Evaluation bestätigt dieses Urteil: Die Abgeordneten nutzen die TAB-Studien und betrachten sie als hilfreich für ihre Arbeit. Positiv bewertet wird darüber hinaus, dass die TAB-Angebote sich am Bedarf und an der Arbeitsweise des Parlaments orientieren.

Auf die nachhaltige Wirkung der Karlsruher Politikberatung weist auch Professor Armin Grunwald, Leiter des TAB und Leiter des KIT-Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse hin: „Wir haben nicht nur eine seit Jahren anwachsende Zahl von Anfragen aus den Ausschüssen, die belegen, dass unsere Arbeit im Bundestag geschätzt wird. Wir können auch feststellen, dass unsere Berichte positiv in der Fachöffentlichkeit, bei gesellschaftlichen Interessengruppen und in der allgemeinen Öffentlichkeit aufgenommen werden. Dies liegt sicher auch darin begründet, dass das TAB, trotz seiner Nähe zum Politikbetrieb, aktuelle und brisante Themen wie ‚Transgene Pflanzen’ oder ‚CO2-Abscheidung und -Lagerung’ ausgewogen, wissenschaftlich fundiert und gut verständlich aufarbeitet und kommentiert.“

Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des TAB findet am morgigen Mittwoch, den 29. September ab 15.00 Uhr im Deutschen Bundestag (Foyer Paul-Löbe-Haus) eine öffentliche Festveranstaltung mit dem Titel „20 Jahre wissenschaftliche Politikberatung – Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“ statt. Nach der Eröffnung durch Bundestagspräsident Professor Norbert Lammert sprechen die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Ulla Burchardt, und TAB-Leiter Professor Armin Grunwald (KIT) über Technikfolgenabschätzung als institutionalisierten Lern- und Kommunikationsprozess. Über den Nutzen wissenschaftlicher Politikberatung diskutieren im Anschluss Vertreter der Bundestags-Fraktionen mit Professor Regine Kollek, Professor Klaus Töpfer, Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker und Dr. Thomas Petermann (KIT), dem stellvertretenden Leiter des TAB. Moderator der Gesprächsrunde ist Professor Ortwin Renn von der Universität Stuttgart.

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag ist eine selbstständige wissenschaftliche Einrichtung, die den Deutschen Bundestag und seine Ausschüsse in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät. Es wird betrieben vom KIT-Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Bei seinen Arbeiten kooperiert das TAB mit dem Karlsruher Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. In der Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie sind die Arbeiten des ITAS mitsamt dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung dem KIT-Schwerpunkt „Mensch und Technik“ zugeordnet. Dort werden die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft einerseits und Wissenschaft und Technik andererseits erforscht. Seit 2005 berät das ITAS zudem das Europäische Parlament.

 

jha, 28.09.2010

Weiterer Pressekontakt:

Dr. Thomas Petermann / Dr. Katrin Gerlinger