Geistes- und Sozialwissenschaften

6 Fragen an

Faris studiert Ingenieurpädagogik
KIT

1. Warum schlägt Dein Herz für Pädagogik/Ingenieurwissenschaften?
Schon als Kind wollte ich immer wissen, wie Dinge funktionieren. Wenn ich auf einer
Rolltreppe stand, habe ich mich weniger gefragt, wann ich oben ankomme, sondern eher, wo die Stufen am Ende eigentlich verschwinden und wie das technisch funktioniert. Oder wenn ich morgens eine Müslipackung in der Hand hatte, interessierte mich nicht nur der Inhalt, sondern auch, wie eine Maschine tausende solcher Verpackungen pro Stunde herstellen kann. Mich faszinierte nicht nur das fertige Produkt, sondern vor allem die Technik dahinter. Diese Neugier hat mich zunächst in den Maschinenbau geführt. Im Laufe meines Bachelorstudiums kam immer wieder der Gedanke auf, später einmal zu unterrichten. Als ich dann auf die Ingenieurpädagogik aufmerksam wurde, die auf meinem Maschinenbaustudium aufbaut und den Weg ins Lehramt ermöglicht, war für mich schnell klar, dass das genau die Verbindung ist, die ich gesucht habe. Technik verstehen, vermitteln
und andere dafür begeistern. Für mich gehören Ingenieurwissenschaften und Pädagogik deshalb untrennbar zusammen.


2. Welche wichtigen Fähigkeiten sollten angehende Lehrkräfte mitbringen?
Geduld und Freude am Unterrichten sind für mich besonders wichtig. Die besten Lehrkräfte, die ich erlebt habe, waren fachlich kompetent, gut vorbereitet und hatten sichtbar Spaß daran, Wissen zu vermitteln. Fachwissen und Menschenkenntnis gehören dabei gleichermaßen dazu. Je nach Situation kann mal das eine, mal das andere wichtiger sein. Für mich macht eine Lehrkraft aus, dass sie fachliche Inhalte verständlich vermittelt und gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse der
Schülerinnen und Schüler im Blick behält.

3. Warum hast Du Dich für Ingenieurpädagogik am KIT entschieden?
Da mein Lebensmittelpunkt in Karlsruhe liegt und das KIT zu den renommiertesten
Universitäten Deutschlands zählt, war die Entscheidung für mich naheliegend.
Besonders überzeugt hat mich die Kombination aus Technik, Naturwissenschaften und Pädagogik. Mir gefällt, dass die fachlichen Inhalte mit didaktischen Seminaren verbunden werden und man dadurch nicht nur lernt, technische Zusammenhänge zu verstehen, sondern sie auch verständlich zu vermitteln. Auf den Studiengang selbst bin ich eher zufällig beim Stöbern auf der Website gestoßen. Vorher wusste ich gar nicht, dass es diesen Weg ins Lehramt gibt. Als ich davon erfahren habe, hatte ich direkt das Gefühl, dass das genau das Richtige für mich ist. Deshalb freue ich
mich auch, als Studienbotschafter auf den Studiengang aufmerksam zu machen und seine Sichtbarkeit zu erhöhen. Vielleicht geht es anderen genauso wie mir damals und sie entdecken dadurch eine Möglichkeit, die sie vorher gar nicht kannten.

4. Mit welchem Vorurteil gegenüber den Geistes- und Sozialwissenschaften wolltest Du schon immer mal aufräumen? Ein Vorurteil, dem man gelegentlich begegnet, ist, dass Geistes- und Sozialwissenschaften weniger anspruchsvoll oder weniger wissenschaftlich seien als technische Studiengänge. Während meines Maschinenbaustudiums hatte ich selbst nur wenige Berührungspunkte mit
diesen Fachbereichen. Im Studium der Ingenieurpädagogik habe ich jedoch erlebt, wie
vielfältig und spannend die Themen sind. Gerade Fragestellungen rund um Lernen, Bildung und menschliches Verhalten sind oft sehr komplex und erfordern unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven. Ich denke, dass auch Studierende technischer Fächer von solchen Einblicken profitieren können, da sie den Blick über das eigene Fachgebiet hinaus erweitern.


5. Was ist für Dich ganz besonders an Karlsruhe und was sollte man hier unbedingt einmal gemacht haben?
An Karlsruhe schätze ich besonders die Mischung aus Stadt, Natur und Wissenschaft. Trotz der Größe der Stadt ist man schnell im Grünen und hat zahlreiche Möglichkeiten zum Radfahren, Wandern oder einfach zum Abschalten. Mein persönlicher Lieblingsort ist der Schlossgarten, der für mich zu den schönsten Orten der Stadt gehört. Ein Geheimtipp ist außerdem das Sonnenbad. Es öffnet jedes Jahr als eines
der ersten Freibäder Deutschlands und wird durch Abwärme beheizt. Gerade im Frühjahr ist das etwas Besonderes. Wer in Karlsruhe studiert, sollte auf jeden Fall die Nähe zum Schwarzwald nutzen und die Natur der Region erkunden. Die Kombination aus Stadtleben, Wissenschaft und Natur macht Karlsruhe für mich besonders attraktiv.

6. Was wünschst Du Dir für Deine berufliche Zukunft?
Ich sehe mich langfristig als Lehrkraft an einer beruflichen Schule in den Fächern
Metalltechnik und Physik. Dabei ist mir besonders wichtig, ein vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Schülerinnen und Schülern aufzubauen und sie auf ihrem Weg ins Berufsleben zu begleiten. Ich möchte nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern junge Menschen bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung unterstützen.

Nils studiert Ingenieurpädagogik

1. Warum schlägt Dein Herz für Pädagogik/Ingenieurwissenschaften?
Zu Beginn meiner Karriere war mir noch nicht bewusst, dass mich Pädagogik interessieren würde. Mein Bachelorstudium in Mechatronik mit der Vertiefung Energiewirtschaft an der DHBW war zunächst rein ingenieurwissenschaftlich ausgerichtet. Erst während der Theorie- und Praxisphasen wurde mir klar, wie viel Freude es mir bereitet, Wissen verständlich an Kommilitonen sowie Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben. Daraus entwickelte sich mein Wunsch, technische Fachkompetenz mit pädagogischer Arbeit zu verbinden.

2. Welche wichtigen Fähigkeiten sollten angehende Lehrkräfte mitbringen?
Ich finde einer der wichtigsten Fähigkeiten angehender Lehrkräfte ist ein guter Umgang mit Stress und unerwarteten Situationen. Im Schulalltag läuft selten alles nach Plan, sei es durch technische Probleme, Unterrichtsstörungen oder weil man selbst einmal nicht weiterweiß. In solchen Momenten ruhig und flexibel zu bleiben, ist entscheidend für erfolgreichen Unterricht. Ebenso wichtig ist die Fähigkeit, eine angenehme Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern aufzubauen und als verlässliche/ faire Bezugsperson zu wirken, da dies ihre Entwicklung positiv unterstützt.

3. Warum hast Du Dich für Ingenieurpädagogik am KIT entschieden?
Ich habe mich für Ingenieurpädagogik am KIT entschieden, weil dieser Studiengang zu meinen beruflichen Zielen passt. Nach meinem Bachelorstudiums stand für mich fest, dass ich später Lehrer werden möchte. Bei der Recherche für diesen Berufsweg wurde mir klar, dass Ingenieurpädagogik am KIT optimal zu meiner angestrebten Karriere als Lehrkraft passt.

4. Mit welchem Vorurteil gegenüber den Geistes- und Sozialwissenschaften wolltest Du schon immer mal aufräumen?
Ich würde gerne mit dem Vorurteil aufräumen, dass Geistes- und Sozialwissenschaften leichter seien als andere Fachrichtungen. Häufig werden sie belächelt, obwohl sie sehr komplex sind. Das menschliche Denken, Verhalten und gesellschaftliche Zusammenleben zu verstehen, lässt sich eben nicht einfach in feste Formeln oder eindeutige Lösungen packen. Gerade diese Vielschichtigkeit macht das Fach anspruchsvoll.

5. Was ist für Dich ganz besonders an Karlsruhe und was sollte man hier unbedingt einmal gemacht haben?
Im Sommer gehe ich gerne mit einer Picknickdecke, ein paar Freunden und etwas zu trinken in den Schlosspark. Dort herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre, und man fühlt sich einfach wohl. Außerdem kann ich das Min Ramen Restaurant sehr empfehlen, insbesondere für alle, die Ramensuppen mögen – das Essen dort ist wirklich sehr lecker.

6. Was wünschst Du Dir für Deine berufliche Zukunft?
Mir ist vor allem wichtig, dass ich Freude am Beruf habe. Durch Spaß an der Tätigkeit wird die Arbeit automatisch angenehmer und führt in der Regel auch zu besseren Ergebnissen. Außerdem hoffe ich, dass ich eine gute Schule finde, an der ich mich wohlfühle, sowohl im Hinblick auf die Gebäude und die Ausstattung als auch auf das Kollegium.

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