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Leistungsfähigere Autoantennen für große Datenmengen

Autos nutzen immer mehr drahtlose Dienste, das bringt herkömmliche Empfänger an ihre Kapazitätsgrenzen – Karlsruher Forscher haben Abhilfe geschaffen.
Im Antennenmessraum des KIT prüft Jerzy Kowalewski eine neue Super-Antenne. (Foto: Markus Breig, KIT)
Im Antennenmessraum des KIT prüft Jerzy Kowalewski eine neue Super-Antenne. (Foto: Markus Breig, KIT)

Mobilfunk, Satellitennavigation, WLAN, Türöffner – moderne    Autos nutzen eine Fülle drahtloser Dienste. Die Antennen zum Senden und Empfangen sind meist in der „Haifischflosse“ auf dem Dach montiert. Doch weil die Anzahl der mobilen Kommunikationssysteme und auch die zu bewältigende Datenflut stetig wachsen, werden komplexere Antennensysteme benötigt, und der Platz in den schlanken Modulen wird knapp. Dadurch, dass sich Autos zukünftig zunehmend autonom sicher durch den Straßenverkehr bewegen sollen, wird dieses Problem noch verschärft. Ingenieure des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben jetzt ein rekonfigurierbares Antennensystem entworfen, das zuverlässig große Mengen Daten verschiedener Dienste gleichzeitig bewältigen kann. Ihre Arbeit haben sie im Fachmagazin Progress In Electromagnetics Research vorgestellt.

„Wer möglichst große Datenmengen, möglichst vieler Nutzer gleichzeitig, möglichst fehlerfrei übertragen möchte, steht je nach Umgebung vor unterschiedlichen Herausforderungen“, erklärt Thomas Zwick, Leiter des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektronik (IHE). Er erläutert dies am Beispiel des Mobilfunks: Wer zum Beispiel an einem belebten Ort wie dem Frankfurter Flughafen telefonieren wolle, habe eher ein Kapazitätsproblem. „Denn hier wollen viele Menschen gleichzeitig kommunizieren.“ Wer hingegen in den Alpen ein Telefonat führen wolle, habe oft kein Netz. „Hier geht es dann um die Netzabdeckung.“

Vollständiger Text: Presseinformation 054/2018

mex, 03.05.2018