Photovoltaikforschung als Erfolgsmodell für den Technologietransfer

Solar TAP ermöglicht Unternehmen Zugang zu Forschungsinfrastrukturen und beschleunigt Innovationen für neuartige Photovoltaik-Technologien
Forschende arbeiten in einem Reinraumlabor mit  Handschuhboxen. Sebastian Schulz, KIT
Arbeit an neuartiger Photovoltaik in einem Labor am Lichttechnischen Institut des KIT.

Modernste Infrastrukturen der Photovoltaikforschung, die sonst nur großen Forschungseinrichtungen vorbehalten sind, für Unternehmen zugänglich machen – das ermöglicht die Innovationsplattform Solar TAP der Helmholtz-Gemeinschaft bereits seit 2023. Die drei beteiligten Helmholtz-Zentren – Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Forschungszentrum Jülich und Helmholtz-Zentrum Berlin – bündeln darin ihre Anlagen und Kompetenzen zu einem in Europa einzigartigen Innovationsökosystem, das vom Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg koordiniert wird. Inzwischen ist Solar TAP ein zentraler Knotenpunkt für Kooperationen zwischen Forschung und Industrie bei der Photovoltaikentwicklung. Nach einer herausragenden Evaluierung kann die Plattform nun die erfolgreiche Arbeit weiter fortsetzen und ausbauen.

Schneller Zugang zu PV-Forschungsinfrastrukturen

„Solar TAP zeigt, wie sich Entwicklungen deutlich beschleunigen lassen“, sagt Professor Uli Lemmer vom Lichttechnischen Institut des KIT, der dieses im Steering Committee von Solar TAP vertritt. „Die Plattform ermöglicht es Unternehmen, neue Materialien und Prozesse für die zukünftige Photovoltaik unter realistischen Bedingungen schnell zu erproben und früh belastbare Daten zu erhalten“, ergänzt Professor Ulrich Paetzold vom Institut für Mikrostrukturtechnik des KIT

Heute gehören bereits mehr als 50 Unternehmen zum Netzwerk, von Start-ups bis zu globalen Marktführern – darunter praktisch alle zentralen Hersteller neuartiger „Emerging“-Solarzellen. In Forschungsprojekten kooperieren inzwischen über 60 Firmen mit der Plattform. Gleichzeitig stiegen die industriellen Beiträge von rund 2 Millionen Euro (2023) auf fast 5 Millionen Euro (2025) – ein deutliches Zeichen für den Wert, den Unternehmen im privilegierten Zugang zur Helmholtz-Forschung sehen.

mhe, 11.12.2025