Zum Tod von Herwig Schopper
Mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) war Professor Herwig Schopper besonders eng verbunden: Als Direktor des unter seiner Leitung gegründeten Instituts für Kernphysik legte er die Grundlagen für die heutigen Institute für Experimentelle Teilchenphysik und für Astroteilchenphysik sowie für die Vereinigung von Universität und Forschungszentrum. Noch im vergangenen Jahr konnte die KIT-Fakultät für Physik seinen 100. Geburtstag feiern und ihm die Ehrendoktorwürde für seine große Aufbauleistung verleihen.
Herwig Schopper verstarb am 19. August 2025 im Alter von 101 Jahren. Schopper prägte die Entwicklung der Teilchenphysik über viele Jahrzehnte entscheidend. Er war seit den 1960er-Jahren eng mit der Forschung in Karlsruhe, als Direktor des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY in Hamburg und am CERN, verbunden. Von 1981 bis 1988 stand Schopper als Generaldirektor an der Spitze des CERN. In jener Zeit wurde das Labor zu einem weltweit führenden Zentrum für die Grundlagenforschung.
In den folgenden Jahren übernahm Schopper weitere bedeutende Aufgaben, etwa in wissenschaftlichen Räten mehrerer Forschungseinrichtungen und als Präsident der Deutschen und später der Europäischen Physikalischen Gesellschaft. Ein besonderes Vermächtnis ist SESAME, das internationale Synchrotronlicht-Zentrum im Nahen Osten, das er mitbegründete und als erster Präsident des Rats leitete.
Die Beisetzung findet am Mittwoch, 27. August 2025, um 14:00 Uhr in der Friedhofskapelle, Rupertistraße 37, in Nienstedten/Hamburg im Kreis von Familie, Freunden sowie Kolleginnen und Kollegen statt.
Das KIT trauert mit seinen Angehörigen und wird Herwig Schopper als herausragenden Wissenschaftler, engagierten Gestalter der internationalen Forschungslandschaft und großen Freund des KIT in Erinnerung behalten.
mkl/jho 25.08.2025