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Eine Million Erasmus-Studierende seit 1987Magali Hauser, KIT
Eine Million Erasmus-Studierende seit 1987

Das KIT ist Teil der Erfolgsgeschichte und verzeichnet steigende Teilnehmendenzahlen – Erasmus-Botschafter Luis Schuster fuhr mit dem Fahrrad nach Rom

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KIT erhält Humboldt-Professur für Historiker Daniel Jütteprivat
KIT erhält Humboldt-Professur für Historiker Daniel Jütte

Pionier der Urban Humanities mit höchstdotiertem deutschen Forschungspreis ausgezeichnet – Ab 2027 baut Jütte am KIT ein Reallabor für interdisziplinäre Stadtforschung auf

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Erklärbare KI für EnergiesystemeMarkus Breig, KIT
Erklärbare KI für Energiesysteme

KIT-Forschende entwickeln Methode, um KI-gestützte Vorhersagen für die Stromversorgung transparenter zu machen

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Nanozyme wirken in KrebszellenPierre Picchetti, KIT
Nanozyme wirken in Krebszellen

Forschende des KIT entwickeln metallfreie Nanostrukturen, die in Wasser stabil bleiben und Wirkstoffvorstufen in Krebszellen aktivieren

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An zwei nebeneinanderstehenden Fahnenmasten wehen die Flagge des KIT und die Regenbogenflagge. KIT
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Titelseite von lookKIT zum Thema Transfer KIT
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Dreidimensionale, polygonale Darstellung eines menschlichen Herzens. Axel Loewe, KIT
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Veranstaltungen

Colloquium Fundamentale: Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Von epistemischer Fürsorge zur Umcodierung wissenschaftlicher Standards

Colloquium Fundamentale: Das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Von epistemischer Fürsorge zur Umcodierung wissenschaftlicher Standards

11. Juni 2026 18:00 - 19:30Atrium im InformatiKOM, Geb. 50.19, KIT Campus Süd, Adenauerring 12
An gegenwärtigen öffentlichen Auseinandersetzungen wird immer wieder bemängelt, sie seien moralisiert. Kritisiert wird dabei, dass Diskussionen häufig weniger von der Suche nach differenzierten Argumenten geprägt seien als von dem Wunsch, sich moralisch korrekt zu positionieren. In Verruf sind Moralisierungen auch deshalb, weil sie als Mittel eingesetzt werden können, um andere Standpunkte zu diskreditieren und den offenen Austausch von Argumenten zu erschweren.
Zugleich sind Moralisierungen ein wichtiger Motor gesellschaftlichen Fortschritts. Ohne die Anprangerung von Ungerechtigkeit, Diskriminierung oder Machtmissbrauch wären zentrale Fortschritte – etwa im Kampf um das Frauenwahlrecht, die Abschaffung der Rassentrennung in den USA oder die Sensibilisierung für Machtmissbrauch in Abhängigkeitsverhältnissen – kaum denkbar.
 
Das Colloquium Fundamentale widmet sich im Sommersemester 2026 den Chancen und Risiken von Moralisierungen in öffentlichen Auseinandersetzungen und findet im Rahmen des BMFTR-geförderten Projektes MoWiKo (Moralisierungen in der Wissenschaftskommunikation – Ursachen, Formen und Wirkungen) statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moralische Bewertungen öffentliche Debatten, die Redefreiheit und die Wissenschaftsfreiheit beeinflussen und unter welchen Bedingungen sie zu produktiver Kritik an Missständen oder zu einer problematischen Verengung des Diskurses werden.
 
Abstract
Die liberale Demokratie setzt Wissenschaftsfreiheit voraus. Sie ist ein eigenständiges, von der Meinungsfreiheit zu unterscheidendes Grundrecht auf epistemisch qualifizierten öffentlichen Vernunftgebrauch. Der Vortrag untersucht das Verhältnis von Wissenschaftsfreiheit und moralischer Verantwortung. Ausgangspunkt ist das Paradox moralischer Wissenschaftsfreiheit: Wenn moralische Erwägungen Teil wissenschaftlicher Begründungsstandards werden, werden epistemische Kriterien normativ umcodiert und der Erkenntnisprozess korrumpiert. Zugleich wird gezeigt, dass der Freiheitsbegriff zwei komplementäre normative Dimensionen umfasst: epistemische Gerechtigkeit als Teilhabe aller potenziell Erkennenden am wissenschaftlichen Diskurs und epistemische Offenheit als die Freiheit, ohne Furcht oder Gefälligkeit die Wahrheit zu sagen.
 
Foto: © FORUM
Prof. Dr. Sabine Döring, Philosophisches Seminar

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