Presseinformation 071/2021

Superrechner am KIT eingeweiht

Forschungsministerin Theresia Bauer übergibt neuen Karlsruher Hochleistungsrechner der Wissenschaft
Ministerin Theresia Bauer und Vizepräsident Oliver Kraft bei der Einweihung des Supercomputers HoreKa am KIT. (Foto: Riccardo Prevete, KIT)
Ministerin Theresia Bauer und Vizepräsident Oliver Kraft bei der Einweihung des Supercomputers HoreKa am KIT. (Foto: Riccardo Prevete, KIT)

Der neue Supercomputer des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zählt zu den 15 schnellsten Rechnern in Europa und zu den 13 energieeffizientesten der Welt. Die enorme Rechenleistung des Hochleistungsrechners Karlsruhe, kurz HoreKa, macht neue Erkenntnisse etwa in Klima-, Energie- und Medizinforschung möglich. Heute (30. Juli 2021) hat die baden-württembergische Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Theresia Bauer die 15-Millionen-Euro-Maschine der Wissenschaft übergeben.

„Ich freue mich, heute den neuen Supercomputer einweihen zu dürfen. Mit HoreKa stärken wir nicht nur den Forschungsstandort Baden-Württemberg, sondern leisten im Rahmen des Verbunds ‚Nationales Hochleistungsrechnen‘ auch einen wichtigen Beitrag zum deutschen Wissenschaftsökosystem. Hochleistungsrechnen ist mittlerweile ein unerlässlicher Bestandteil der Spitzenforschung und wir sind stolz, diese Entwicklung mit zukunftsweisenden Investitionen aktiv gestalten zu können“, sagt Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Wissen zu schaffen, um den Herausforderungen für unsere Gesellschaft und unsere Umwelt zu begegnen, ist wesentlicher Teil unserer Mission am KIT“, so der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Enorm leistungsstarke Supercomputer wie HoreKa sind ein unverzichtbares Werkzeug für unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wenn es darum geht, die dafür erforderlichen wissenschaftlichen Ergebnisse möglichst schnell zu erarbeiten und Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus bietet HoreKa unseren Studierenden Gelegenheit für Forschungserfahrungen, die sie so nirgendwo sonst machen können.“  

„Die beeindruckende Rechenleistung von HoreKa ermöglicht uns viele neue Entdeckungen in der Klima-, Energie- und Materialforschung sowie in den Lebenswissenschaften“, sagt der Vizepräsident für Forschung des KIT, Professor Oliver Kraft. „Denn je schneller Hochleistungsrechner Daten verarbeiten, desto detailreicher und zuverlässiger werden die Simulationen, die damit gemacht werden können. HoreKa setzt aber nicht nur bei der Geschwindigkeit neue Maßstäbe, sondern auch bei der Energieeffizienz –  auch das ist beim Supercomputing und für die verantwortungsbewusste Forschung entscheidend.“

HoreKa: einer der schnellsten in Europa, Weltklasse auch bei Energieeffizienz

Insgesamt kann HoreKa eine Spitzenleistung von 17 PetaFLOPS – 17 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde – erbringen, was etwa der Leistung von rund 150 000 Laptops entspricht. Der 15 Millionen teure Supercomputer ist damit einer der schnellsten in Europa. Auf der zweimal im Jahr erscheinenden Top-500-Liste der schnellsten Rechner der Welt belegt HoreKa aktuell Rang 52. Gleichzeitig gehört er auch bei der Energieeffizienz zur Weltklasse. „Supercomputer benötigen viel Energie, diese wird aber sehr viel effizienter als bei herkömmlichen PCs und Laptops eingesetzt“, sagt Dr. Jennifer Buchmüller, Leiterin des Bereichs High Performance Computing am Steinbuch Centre for Computing des KIT. Bei der Energieeffizienz landet HoreKa im internationalen Vergleich aktuell sogar auf Platz 13.

Weitere Informationen: https://www.scc.kit.edu/dienste/horeka.php

Details zum KIT Center Information · Systems · Technologies (KCIST): https://www.kcist.kit.edu/deutsch/

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 23 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

mex, 30.07.2021
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