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Presseinformation 052/2010

Wissenschaft im Dialog – eine Herausforderung

Colloquium Fundamentale zur Praxis der Wissenschaftskommunikation
(Bildrechte: ZAK/www.framboise-noel.eu)
(Bildrechte: ZAK/www.framboise-noel.eu)

Unter dem Motto „Öffentliche Wissenschaft: Herausforderung für Universität und Gesellschaft“ beleuchtet das Colloquium Fundamentale in diesem Semester den Informationstransfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Zum Auftakt der Reihe referiert Professor Gerold Wefer, Vorsitzender des Lenkungsausschusses von „Wissenschaft im Dialog“, über die wachsende Rolle der Wissenschaftskommunikation in der Gesellschaft.  Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 29. April, 18.00 Uhr im NTI-Hörsaal am KIT, Geb. 30.10, Engesserstraße 5, statt. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltet vom ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT, beleuchten die Vorträge die moderne Wissensvermittlung in Zeiten der Globalisierung. Angesichts steigender Ausgaben für Wissenschaft und Forschung komme der Wissenschaftskommunikation eine immer größere Bedeutung zu, so der Referent Professor Gerold Wefer. Er plädiert dafür, die Öffentlichkeit verstärkt über die Leistungen und Wertschöpfungen von Forschung und Lehre zu informieren und Forschungsergebnisse öffentlich zugänglich zu machen. Gerold Wefer ist Professor für Allgemeine Geologie mit dem Schwerpunkt Meeresgeologie und seit 2007 Direktor des MARUM, des im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Zentrums für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. Wefer ist in etlichen nationalen und internationalen Gremien und Wissenschaftsnetzwerken aktiv, beispielsweise als Präsident des Konsortiums Deutsche Meeresforschung und als Mitglied des Senats der Leibniz-Gemeinschaft.


Professor Gerold Wefer spricht zum Auftakt des Colloquium Fundamentale (Foto: Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM), Universität Bremen)

 

Professor Gerold Wefer spricht zum Auftakt des Colloquium Fundamentale (Foto: Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM), Universität Bremen)

 

Neben vielen anderen renommierten Auszeichnungen wurde der MARUM-Direktor mit dem Communicator-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Als „Wissenschaftler des Jahres 2006“ der Hansestadt Bremen erhielt er den Unternehmerpreis für Wissenschaftstransfer. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Lenkungsausschusses von „Wissenschaft im Dialog“ (WiD).

Der Begriff „Wissenschaftskommunikation“ steht heute sowohl für jegliche Form von Experten-Laien-Kommunikation als auch für den interdisziplinären Austausch zwischen Experten. EU-Projekte im Rahmen der Science in Society (SIS) wie das European Science Parliament und die Gründung der MASIS-Expertengruppe (Monitoring Activities of Science in Society in Europe), sind Zeichen einer stetigen Steigerung der Zugänglichkeit der Wissenschaft und Schritte hin zur „Öffentlichen Wissenschaft“.

Auch im Zuge neuer Kommunikationsmöglichkeiten (Web 2.0) vollzieht sich ein Wandel. Interaktive Plattformen wie Science Blogs oder Open Sharing-Projekte stehen für eine interaktive Wissensvermittlung, die zum Teil ohne institutionelle Unterstützung auskommt und deren Reichweite noch nicht abzuschätzen ist.

Eine Frage, die sich die heutige Wissenschaftskommunikation stellen muss, betrifft die aktive Bürgerpartizipation. Welche Strategien lassen sich in Bezug auf eine Demokratisierung der Wissenschaft verfolgen? Auch diesem Thema widmet sich das Colloquium Fundamentale im diesem Sommersemester.
 
Weitere Vorträge und Referenten: Am 20. Mai referiert Professor Matthias Kohring vom Institut für Kommunikationswissenschaft  an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zum Thema „Vertrauen in Wissenschaft durch Wissenschaftskommunikation?“ Professor Ulrike Felt, Vorsitzende des Instituts für Wissenschaftsforschung der Universität Wien, spricht am 27. Mai über „Die Rolle der Universität in der Wissensgesellschaft“. Die Zusammenarbeit von Universität und Museen ist Thema eines Vortrags am 17. Juni. Es referiert Professor Hartwig Lüdtke, der das TECHNOSEUM in Mannheim leitet (Landesmuseum für Technik und Arbeit Baden-Württemberg).

Informationen zu den weiteren Terminen und Themen der Vortragsreihe sind zu finden auf der Homepage des ZAK unter www.zak.kit.edu.

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

pe, lg, 26.04.2010