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Presseinformation 101/2010

LQI-Konzept misst Zufriedenheit der Studierenden

Am KIT entwickeltes empirisches Verfahren demnächst als Software verfügbar – Ergebnisse fließen direkt in die Verbesserung von Lehrveranstaltungen ein
Jede Stimme zählt beim LQI-Konzept. (Foto: Jana Mayer)
Jede Stimme zählt beim LQI-Konzept - Studierende beim Ausfüllen der Evaluationsbögen (Foto: Jana Mayer)

Das KIT hat ein empirisches Verfahren entwickelt, das punkt-genau Auskunft über die Zufriedenheit der Studierenden mit Vorlesungen und Seminaren gibt. Etwa 1500 Lehrveranstaltun-gen beurteilen die Studierenden am KIT pro Semester. Aus den insgesamt 50 000 Fragebögen ermittelt Dr. Michael Craanen für jede Veranstaltung einen Lehrqualitätsindex (LQI), der das Maß der Zufriedenheit der Studierenden widerspiegelt. Spätestens drei Tage nach der Befragung hat der Lehrende die Beurteilung auf dem Tisch. Das LQI-Konzept ist ein Baustein im Qualitäts-management des KIT und steht demnächst in Lizenz auch an-deren Universitäten zur Verfügung.

„Der KIT-LQI-Index teilt Veranstaltungen nach dem Ampelsystem ein“, so Dr. Michael Craanen von der Dienstleistungseinheit Planung und Controlling des KIT, der das System entwickelt hat. „Abstufun-gen in grün zeugen von guter Resonanz bei den Studierenden. Die gelbe und rote Ampel hingegen bedeutet, dass eine Veranstaltung bei den Studierenden nicht so gut ankommt.“ Der große Unterschied zu den bisher üblichen Lehrevaluationen ist, dass nicht nur der Sta-tus quo ermittelt wird. „Unser System der Qualitätssicherung sorgt dafür, dass die Bewertungen ständig in die Verbesserung der Lehre einfließen“, so Craanen. So bekommen auch die Studiendekane Rückmeldungen. Veranstaltungen mit weniger guter Bewertung nimmt eine Studienkommission unter die Lupe. Die Auswertung, die Craanen mit seinen Mitarbeitern bisher per Hand erstellte, kam in der Praxis und auf Fachtagungen so gut an, dass diese in Kürze als Erweiterungsmodul der Evaluationssoftware EvaSys auf den Markt kommt. Dieses Modul generiert die Berichte automatisch. "Über den Lizenznehmer, die Firma Electric Paper Gesellschaft für Softwarelö-sung, Lüneburg, wird es künftig auch anderen Hochschulen zur Verfügung stehen", so Dr. Dirk Feuchter vom Innovationsmanage-ment des KIT.

Der Zuspruch seitens der Studierenden und der Fachschaften ist enorm. 95 Prozent der Studierenden liefern ihre Fragebögen ab. „Eine Traumquote“, so Craanen, „die Studierenden am KIT wissen, dass ihre Beurteilung gehört wird und Auswirkungen hat.“ Das schnelle Auswertungsverfahren sorgt dafür, dass die Ergebnisse der Evaluation bereits in der nächsten Vorlesung mit dem Lehrenden diskutiert werden können.

Die ersten Effekte der Lehrevaluation mit unmittelbarer Rückkopp-lung am KIT zeigen sich: „Seit der Einführung des LQI-Konzepts im Sommersemester 2008 ist die Zufriedenheit der Studierenden mit den Lehrveranstaltungen messbar gestiegen. Diese werden wir weiterhin mittel- und langfristig genau beobachten und analysieren“,
betont Professor Jürgen Becker, KIT-Bereichsvorstand für Studium und Lehre.

Erstmals vorgestellt wird das KIT-LQI-Konzept als Software auf der EvaSys Anwendertagung 2010, die vom 16. bis 17. September am KIT stattfindet. Der Veranstalter, die Electric Paper Gesellschaft für Softwarelösungen mbH in Kooperation mit dem KIT, erwartet mehr als 100 Teilnehmer seitens der Hochschulen

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

lg, 07.09.2010

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Monika Landgraf
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