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Presseinformation 081/2009

Ein Ingenieur muss mehr beherrschen als Technik

Fakultätskolloquium zum 200. Geburtstag von Ferdinand Redtenbacher
Ferdinand Redtenbacher
Ferdinand Redtenbacher (1809 – 1863) (Bild: Universitätsarchiv Karlsruhe)

Am 25. Juli wäre Ferdinand Redtenbacher 200 Jahre alt geworden. Redtenbacher gilt nicht nur als Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus, sondern verhalf auch als langjähriger Professor (1841–1863) und Direktor an der damaligen Polytechnischen Schule Karlsruhe der Universität Karlsruhe zu Weltgeltung. Die Fakultät für Maschinenbau feiert den Geburtstag Redtenbachers mit einem Kolloquium am Freitag, 24. Juni, 15 Uhr, im Tulla-Hörsaal (Gebäude 11.40, Englerstraße 11).

„Redtenbacher erkannte schon früh, dass ein Ingenieur mehr beherrschen muss als die bloße Technik“, betont Professor Martin Gabi, Dekan der Fakultät für Maschinenbau. „Daher engagierte er sich mit Nachdruck für eine ganzheitliche Ingenieurausbildung.“ Redtenbacher vertrat die Auffassung, dass die Fortschritte in der Technik ganz wesentlich auf der Synthese von mathematisch-naturwissenschaftlichem Grundlagenwissen und sozialer Kompetenz einerseits und klassischer Ingenieurskunst und technischem Geschick andererseits beruhen.

Für die Polytechnische Schule Karlsruhe erreichte Redtenbacher 1847 - zusammen mit dem Chemiker Carl Weltzien - die Schaffung jeweils eigener Fachschulen für Maschinenbau und Chemie. Seither bestanden nebeneinander die Abteilungen für Architektur, Bauingenieurwesen, Chemie und Maschinenbau in Kombination mit einer grundlegenden mathematischen Ausbildung. „Diese hier erstmals praktizierte Gliederung wurde in den folgenden Jahrzehnten von fast allen Technischen Hochschulen übernommen, so der Leiter des Karlsruher Universitätsarchivs, Dr. Klaus Nippert. „Redtenbacher leistete somit einen wesentlichen Beitrag zur Prägung dieses Hochschultyps.“

Zu Ehren des genialen Ingenieurs und Hochschullehrers hat die Fakultät nun eine Sammlung historischer konstruktiver Demonstrationsobjekte, die teilweise von Redtenbacher selbst geschaffen wurden, neu arrangiert. Für Besucher ist die Sammlung im Alten Maschinengebäude (Geb. 10.91, Engelbert-Arnold-Str. 4) ab 24. Juli tagsüber geöffnet.

Den Festvortrag des Fakultätkolloquiums am 24. Juni hält Dr. Klaus Mauersberger, Direktor der Kustodie der TU Dresden, der gemeinsam mit Professor Jörg Wauer vom Institut für Technische Mechanik des KIT und Professor Francis Charles Moon von der Cornell University in Ithaca, New York, eine Biographie zu Redtenbachers Lebenswerk verfasst hat. Diese wurde im internationalen Journal „Mechanism and Machine Theory“ veröffentlicht. Anlässlich des Fakultätskolloquiums ist eine Sonderedition der Biografie in deutscher Sprache erschienen, die auf dem Kolloquium ausliegen wird.

Zum Kolloquium sind Journalistinnen und Journalisten herzlich willkommen.



Das Programm

Eröffnung des Festkolloquiums mit

Jubiläumstorte und Kaffee



Begrüßung durch den Dekan der Fakultät für Maschinenbau Professor Dr.-Ing. Martin Gabi


Grußwort aus dem Rektorat
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Becker, Prorektor


Ferdinand Redtenbacher –
Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus
Festvortrag von Dr.-Ing. Klaus Mauersberger,
Direktor der Kustodie der TU Dresden



Ehrungen
Verleihung Doktorandenpreis 2008
Dr.-Ing. Willy-Höfler-Doktorandenpreis


Verleihung der Preise im
deutsch-französischen Studiengang 2008
L´Oréal-Preise


Verleihung der Absolventenpreise 2008
Überreichung der Diplom- und Bachelor-Urkunden


Musikalische Umrahmung: Ensemble Dalel-Quartett
Stehempfang

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

lg, 20.07.2009

Weiterer Pressekontakt:

Monika Landgraf
Pressesprecherin
Tel.: +49 721 608-21150
Fax: +49 721 608-43658
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