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Presseinformation 040/2009

Vielfalt als Chance

Mit tatkräftiger Unterstützung von Spezialisten startet ars serendi. Das Spin-Off des KIT hilft anderen Unternehmen, von der Vielfalt ihrer Beschäftigten zu profitieren.
Vertragsunterzeichnung zur Ausgründung
Letzter Schritt zur Selbstständigkeit Dr. Rolf Blattner, Dr. Christine Watrinet, Prof.
Hagen Lindstädt und Arno Lagaly unterzeichnen den Ausgründungsvertrag
(Foto: Jana Mayer)

Ausgründungen sind ein wichtiger Bestandteil der innovativen Hochschule von morgen. Im KIT gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Der jüngste Beleg ökonomischer Innovationskraft ist die im April in die unternehmerische Freiheit entlassene Firma „ars serendi“ von Dr. Christine Watrinet. Die bis vor kurzem am Institut für Unternehmensführung (IBU) tätige Ökonomin quantifiziert die Fähigkeit von Wirtschaftsunternehmen, die Vielfältigkeit ihrer Belegschaft zu nutzen.

Demographischer Wandel, Globalisierung, Quereinsteiger und der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften – viele Faktoren machen die Mitarbeiterstruktur von Unternehmen heute vielfältiger denn je. Das vermeintliche Chaos muss aber kein Nachteil sein. „Unter dem Stichwort Diversity Management versuchen immer mehr Firmen, individuelle Potentiale ihrer Mitarbeiter in Form von Kreativität und Innovationskraft zu nutzen“, sagt Dr. Christine Watrinet. Allein die exakte Messbarkeit solcher „weicher“ Maßnahmen der Unternehmensführung war bislang nahezu unmöglich.

Hier setzt die Geschäftsidee an, mit der sich die Wissenschaftlerin vom Institut für Unternehmensführung (IBU) jetzt selbstständig macht und auf starkes Interesse bei Mittelstand und Großunternehmen stößt: „ars serendi bietet Firmen erstmals ein wissenschaftlich fundiertes Werkzeug, das ihre Bemühungen auf dem Gebiet des Diversity Management verlässlich messen kann“. Hierzu befragt Watrinet Mitarbeiter aller Ebenen zu verschiedenen Indikatorwerten, wie der Wertschätzung des Führungsverhaltens oder ihrer individuellen Integration, um am Ende eine verlässliche Kennzahl, den so genannten DiversityCultureIndex, berechnen zu können, der eine exakte Positionsbestimmung in Sachen vielfältiger Unternehmenskultur ermöglicht. Weitere Informationen unter www.ars-serendi.de

Gründungswillige Studierende und Mitarbeiter des KIT, wie Christine Watrinet betreut die neue Stabsabteilung Innovation. „Spannende Geschäftsideen zu unterstützen und zu begleiten, gehört zu den Aufgaben der Abteilung“, sagt Dr. Rolf Blattner, der für KIT-Ausgründungen zuständig ist. „Insbesondere im Bereich Patente und Fördermittelberatung können wir unsere Erfahrungen einbringen und wertvolle Tipps geben“, sagt Blattner.

Gemeinsam mit Arno Lagaly von der Hochschule Karlsruhe hilft Blattner auch bei der Bewerbung für die EXIST-Programme, mit denen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie speziell Existenzgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen fördert. Weitere Anlaufstelle für geschäftstüchtige Wissenschaftler und Studierende des KIT ist das Center of Innovation and Entrepreneurship (CIE), das gefördert vom BMWi vielversprechende Geschäftsideen identifiziert und zu markttauglichen Unternehmenskonzepten weiterentwickelt.

Von den vielfältigen Möglichkeiten der Unterstützung profitierte auch Christine Watrinet, die bis zum Start der Ausgründung mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert wurde: Nach ihrer Doktorarbeit, die sich mit dem Thema Diversity Management beschäftigte, ermutigte sie das Institut um Professor Lindstädt, den Schritt in die freie Wirtschaft zu wagen. „Sowohl das IBU als auch die Stabsabteilung Innovation haben mir in den darauf folgenden Monaten bei diversen Antragstellungen, der wissenschaftlichen Vorbereitung und der Vermittlung wertvoller Kontakte absolut weitergeholfen“, sagt Watrinet. Auf dem Weg zur Ausgründung sei ihr so mehr als nur ein Stolperstein aus dem Weg geräumt worden.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft. 

jm, 30.04.2009

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Jonas Moosmüller
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