Karlsruher Institut für Technologie

Presseinformation 47/2008

Der Mensch wirkt im Anthropozän

Internationale Konferenz: Forscher am KIT beleuchten regionale Auswirkungen des Klimawandels
42330-1
Auf den Menschen kommt es an: Geowissenschaftler untersuchen Folgen des Klimawandels und entwickeln Gegenmaßnahmen. (Foto: Bea Dietrich-Gromotka)

Die Erde, so sagt der Nobelpreisträger Paul J. Crutzen, hat das Anthropozän erreicht. Wie der Mensch sich bewegt und handelt, wirkt sich immer gravierender auf die Umwelt aus. „Dies zeigt sich besonders am Klimawandel“, betont Professor Friedemann Wenzel, der Leiter des Geophysikalischen Instituts der Universität Karlsruhe. Er gehört zu den Natur- und Ingenieurwissenschaftlern am KIT, die sich intensiv mit den Folgen dieser Entwicklung in einzelnen Regionen und mit Gegenmaßnahmen, etwa dem Einsatz neuer alternativer Energieformen, befassen. Genau um diese Fragen dreht sich die Konferenz, die eingebettet ist in das Treffen des Exekutivkomitees der Internationalen Union der Geodäsie und Geophysik (IUGG) vom 4. bis 6. August.

Journalistinnen und Journalisten können sich bei einem Pressegespräch am Montag, 4. August, 13 Uhr, im Hörsaalgebäude im Raum 231 näher über die Inhalte und Ergebnisse der Konferenz informieren. Für Fragen stehen Professor Tom Beere, Präsident der IUGG, Dr. Alik Ismail-Zadeh, Generalsekretär der IUGG, Professor Wenzel sowie Professor Christoph Kottmeier vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung am KIT zur Verfügung.

In einem der Vorträge im Programm der Konferenz beschäftigt sich Professor Kottmeier mit der Frage, ob das Wissen der Menschen ausreicht, um den Klimawandel auf einer regionalen Skala verlässlich zu berechnen. Professor Michael Ghil von der Ecole Normale Supérieure in Paris befasst sich mit der Vorhersagbarkeit des Klimawandels. Professor Ulrich Schumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erläutert den Einfluss von Gewittern auf die Atmosphäre und seine möglichen Auswirkungen auf das Klima. Professor Reinhard Hüttl, der Präsident des Geoforschungszentrums Potsdam, beschreibt den Weg von der Analyse zum Management des Systems Erde. Die Veranstaltung, die weitere Vorträge umfasst, endet mit einer offenen Diskussion.

Die Konferenz ist Teil des Internationalen Jahrs des Planeten Erde, einer gemeinsamen Initiative der Internationalen Union der Geowissenschaften (IUGS) und der UNESCO. Projekte und Veranstaltungen sollen zeigen, wie Geowissenschaften zur Gesundheit und zum wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft beitragen können.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.

ele, 29.07.2008

ele, 29.07.2008
Monika Landgraf
Kontakt:

Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin

Tel: +49 721 608-41150
Fax: +49 721 608-43658
presseRjz4∂kit edu

Margarete Lehné

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin

Tel.: +49 721 608-41157

margarete lehne∂kit edu

Kontakt für diese Presseinformation:

Klaus Rümmele
Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 721 608-8153
klaus ruemmeleFzb9∂kit edu
Das Foto kann in der höchsten uns vorliegenden Qualität angefordert werden unter:
presseDms7∂kit edu oder +49 721 608-47414.