Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung gestartet
Unter Federführung der Universität Stuttgart ist der sechste und vorerst letzte Innovationscampus Baden-Württembergs offiziell eröffnet worden. Er will alle relevanten Innovationsakteure in der sicherheitsrelevanten Forschung eng miteinander verknüpfen. Neben der Universität Stuttgart sind weitere baden-württembergische Hochschulen beteiligt, insbesondere das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Beitrag für technologische Souveränität
Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT, betont die Bedeutung der Hochschulen für den Innovationscampus. „In der neuen geopolitischen Realität geht es um nationale Sicherheit und strategische Souveränität. Dazu muss jeder Teil der Gesellschaft beitragen, was er kann. Hochschulen spielen dabei eine entscheidende Rolle: Sie liefern Lösungen und Zukunftstechnologien, um die Sicherheit der Zivilgesellschaft zu gewährleisten. Das KIT stellt sich dieser Verantwortung, und wir freuen uns, gemeinsam mit der Universität Stuttgart den Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung zu gestalten.“
Das KIT bringt Kompetenz in sicherheitsrelevanter Forschung ein. Dabei geht es unter anderem um Forschung im Bereich der Drohnenabwehr, Sensorik und Kommunikation, etwa um Bedrohungen rechtzeitig zu erkennen. Auch der Schutz von kritischen Infrastrukturen und Cybersecurity gehören zu den Forschungsgebieten des KIT. Für das KIT ist seine Beteiligung ein Beitrag zu mehr technologischer Souveränität Deutschlands und der Europäischen Union.
Eröffnung mit politischer und breiter gesellschaftlicher Prominenz
An der Eröffnung auf dem Campus Vaihingen der Universität Stuttgart nahmen neben Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir und Wissenschaftsministerin Petra Olschowski unter anderem der Rektor der Universität Stuttgart, Professor Peter Middendorf, und KIT-Präsident Hesthaven teil. Neben den Hochschulen sind am Innovationscampus baden-württembergische Fraunhofer-Institute ebenso beteiligt wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Unternehmen und Start-ups. Ihr gemeinsames Ziel ist es, den Bedarf in den Bereichen Sicherheit, Resilienz und Verteidigung zu analysieren und den Transfer von der Innovation in die Praxis zu stärken. Das Land fördert den Innovationscampus.
ckö, 13.10.2026
