Hermann Billing-Preis an talentierte Chemiker
Mitte Januar haben drei Absolventen der Fakultät für Chemie und Biowissenschaften den mit 3000 Euro dotierten Hermann Billing-Preis erhalten. Der von den Karlsruher Corps Franconia, Saxonia und Friso-Cheruskia gestiftete Preis geht an herausragende Nachwuchswissenschaftler von jährlich wechselnden Fakultäten für ihre Diplomarbeit oder Dissertation.
Dr. Esther Birtalan promovierte über ein Verfahren zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit von Zellen durch Bestrahlung mit sichtbarem Licht. Dr. Timo Gehring arbeitete an einem Verfahren zur Vermeidung von ungewünschten Störsubstanzen bei der Synthese von medizinischen Wirkstoffen. Dr. Marco Hartmann schrieb seine Dissertation über ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff aus Dieselkraftstoff. Der Wasserstoff soll über eine Brennstoffzelle ein Elektroauto antreiben.
Professor Horst Hippler, Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie, zeigte in seinem Grußwort großes Verständnis für den Bildungsstreik der Studenten gegen die Bologna-Reform. Zugleich kritisierte er die Positionen der Politiker und forderte die Möglichkeit, auch in Zukunft den akademischen Grad des Diplom-Ingenieurs vergeben zu können.
Die Festrede hielt Professor Wolfgang Eichhorn zum Thema „Kartenhaus Weltfinanzsystem – Rückblick – Analyse – Ausblick". Er schilderte die Entstehung der Finanzkrise, erläuterte die Systematik der Geldwirtschaft und zeigte Maßnahmen auf, welche die Politik ergreifen müsse, um die Wiederholung einer solchen massiven Finanzkrise zu vermeiden. Hierzu gehöre vor allem, dass das Kreditvolumen der Banken nicht mit künstlichen Finanzprodukten aufgebläht werden dürfe und dann für die Realwirtschaft kein Geld mehr da sei.