Energiewende: Die Transformation beschleunigen

Jahrestagung des KIT-Zentrums Energie stellt Forschung des KIT vor. Vergabe des Heinrich-Hertz-Preises für Arbeit zu Energienetzen
Jutta Hanson beim Vortrag auf der Jahrestagung des KIT-Zentrums Energie Daryoush Djavadi
Die frischgebackene Heinrich-Hertz-Preisträgerin Jutta Hanson betonte in ihrem Vortrag die Bedeutung einer schnellen Energiewende in Deutschland. (Foto: Daryoush Djavadi)

Angesichts der Weltlage aktueller denn je ging es auf der neunten Jahrestagung des KIT-Zentrums Energie am 14. Juli 2022 zu: Nichts weniger als die Transformation der Energieversorgung in Deutschland war Thema der Veranstaltung, bei der Beiträge aus der Energieforschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorgestellt wurden. Passend dazu ging der im Rahmen der Tagung verliehene Heinrich-Hertz-Preis an die Energiewende-Expertin Jutta Hanson.

Die Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien an der Technischen Universität Darmstadt hielt anlässlich der Auszeichnung einen Vortrag, in dem sie die Bedeutung einer schnellen Energiewende unterstrich. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber leider viel zu langsam“, so Hanson. „Was wir brauchen, sind schnelle Entscheidungen und die Akzeptanz der Bevölkerung. Es braucht einen gesellschaftsübergreifenden Energiewendedialog.“ Die Wissenschaftlerin wurde für ihre Arbeit zu Energienetzen ausgezeichnet, die sie in zahlreichen hochrangigen Forschungsprojekten vorangetrieben hat.

Heinrich-Hertz-Preis

Der Heinrich-Hertz-Preis ist eine Auszeichnung der EnBW-Stiftung, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert und von den Vorgängerunternehmen und -institutionen der EnBW und des KIT gegründet wurde. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis ist nach dem Physiker Heinrich Hertz (1857–1894) benannt und wird in der Regel alle zwei Jahre für hervorragende wissenschaftliche oder technische Leistungen auf dem Gebiet der Erzeugung, Verteilung und Anwendung elektrischer Energie vergeben.

tsc, 15.07.2022