Leibniz-Preis: Almut Arneth ausgezeichnet

Die Professorin des KIT nahm den Preis bei einem Festakt in Bonn entgegen

Bei der Preisverleihung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag (12.05.2022) in Bonn wurde Almut Arneth vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2022 geehrt. Begründet wurde dies mit den herausragenden wissenschaftlichen Verdiensten der Ökosystemforscherin: „Mit ihren Forschungsarbeiten verknüpft sie die bisher nur lose verbundenen Bereiche der Biodiversität und der Klimawissenschaft“, heißt es bei der DFG.

Den Rückkopplungen im Klimasystem auf der Spur

Mit ihrer Forschung am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung, dem Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen, hat Arneth erheblich zu einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Landökosystemen und dem Klimawandel beigetragen. „Mir ging es darum, nachzuweisen, wie sich Klimaveränderungen auf Ökosysteme auswirken und wie Landnutzung andererseits das Klima beeinflusst“, erläutert Arneth ihren Ansatz. „Heute wissen wir, dass solche biogeochemischen Klimarückkopplungen zusammengenommen eine ähnliche Größenordnung haben wie Rückkopplungen im physikalischen Klimasystem.“

Weitere Leibniz-Preisträgerin wechselt ans KIT

Insgesamt wurden zehn Forschende mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet – neben Arneth auch die Chemikerin Stefanie Dehnen. Im Oktober 2022 wechselt diese von der Philipps-Universität Marburg ebenfalls ans KIT. Die Preisträgerinnen erhalten jeweils ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro für Forschungszwecke.

mhe, 13.05.2022