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Jens Reiser gewinnt SOFT Innovation Prize

Der Materialwissenschaftler erhält den renommierten Preis der Europäischen Kommission für seine Forschung zur Wolfram-Verarbeitung
SOFT-Preisträger Jens Reiser.
SOFT-Preisträger Jens Reiser. (Bild: privat)
Im Rahmen der feierlichen Eröffnungszeremonie der Internationalen SOFT-2018 Konferenz in Sizilien am 16.9.2018 erhielt Jens Reiser (2. V. l.) den renommierten SOFT Innovation Prize der Europäischen Kommission (Foto: Peter Späh).
Im Rahmen der feierlichen Eröffnungszeremonie der Internationalen SOFT-2018 Konferenz in Sizilien am 16.9.2018 erhielt Jens Reiser (2. V. l.) den renommierten SOFT Innovation Prize der Europäischen Kommission (Foto: Peter Späh).

Im Rahmen des 30. Symposiums über Fusionstechnologie SOFT-2018 auf Sizilien wurde  Dr.-Ing. Jens Reiser aus dem Institut für Angewandte Materialien – Angewandte Werkstoffphysik ausgezeichnet. Er erhielt den ersten Preis des SOFT Innovation Prize der Europäischen Kommission für seinen Beitrag mit dem Titel „Ductile tungsten (W): Novel rolling technique opens a new era for commercial exploitation of tungsten“. Die Jury würdigte dabei insbesondere die technologische Bedeutung und nachhaltige Impulskraft von Reisers Arbeiten. Der Preis ist mit 50.000 € dotiert.

Basierend auf einem tiefen Verständnis von Verformungs- und Bruchmechanismen ist es der von Jens Reiser geleiteten Arbeitsgruppe gelungen, die mechanischen Eigenschaften von Wolfram bahnbrechend zu verbessern. Zusammen mit einem europäischen Industriepartner konnten sie Wolfram-Bleche so herstellen, dass diese auch unterhalb der Raumtemperatur nicht spröde und damit zerbrechlich, sondern biegsam und leicht verformbar sind. Mit bisherigen Technologien blieben die Bleche bis zu Temperaturen weit oberhalb von 500°C spröde. Die Arbeitsgruppe entwickelte dazu neue, innovative Ansätze bei der Verbindungstechnik sowie für die Stabilisierung der inneren (Mikro-)Struktur der Werkstücke. Dies ermöglicht nun den Bau von Hochleistungskomponenten (beispielsweise Rohren), welche den extremen Anforderungen im Inneren von Kraftwerken genügen.