RHET AI Center geht in zweite Förderphase

Forschungsverbund zu Wissenschaftskommunikation und Künstlicher Intelligenz erhält Förderung für weitere drei Jahre – KIT baut Beratung für Forschende auf
Person nutzt Tablet und Stylus; darüber schweben KI-Chatbot-Illustration und ein Prompt-Eingabefeld. Firman Dasmir - stock.adobe.com (Generiert mit KI)
In der zweiten Förderphase des RHET AI Center baut das KIT ein Beratungsangebot zur Wissenschaftskommunikation mit Künstlicher Intelligenz auf.

Das 2021 gestartete RHET AI Center hat im Juli eine zweite Förderphase bewilligt bekommen. Die Volkswagenstiftung unterstützt den Forschungsverbund des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Tübingen und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien mit weiteren 2,2 Millionen Euro. Ab Oktober können die Projektpartner damit ihre Forschung ausbauen, das Zentrum an ihren Heimatinstitutionen weiter verankern und die internationale Vernetzung stärken.

Beratung für Forschende 

Das KIT nutzt die Förderung unter anderem dazu, ein Beratungsangebot zur Wissenschaftskommunikation mit Künstlicher Intelligenz (KI) aufzubauen. Geplant sind Workshops und eine Sprechstunde. Im Fokus stehen die Veränderungen, die generative und multimodale KI-Systeme für die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte mit sich bringen, sowie die verantwortungsvolle Nutzung solcher Systeme. 
„KI verändert nicht nur, wie wissenschaftliche Inhalte erstellt und vermittelt werden, sondern auch, wie Forschende und Öffentlichkeit mit wissenschaftlichem Wissen umgehen. Damit stellen sich neue Fragen nach Vertrauen und Orientierung. Mit unserem Beratungsangebot wollen wir Forschende dabei unterstützen, KI reflektiert, transparent und adressatengerecht einzusetzen“, erklärt Professorin Annette Leßmöllmann vom Institut für Technikzukünfte des KIT.

Kommunikation mit und über KI

Am RHET AI Center untersuchen Forschende aus rhetorischer, linguistischer und medienwissenschaftlicher Perspektive, wie Menschen mit KI-Systemen interagieren und wie sich Kommunikation, Wissen und gesellschaftliche Teilhabe verändern. In der zweiten Förderphase steht diese Frage unter dem Leitmotiv „New Interactions with AI“ im Mittelpunkt.

In der ersten Förderphase baute die von Leßmöllmann und Dr. Monika Hanauska geleitete Arbeitsgruppe unter anderem Vernetzungsstrukturen in der linguistischen Forschung zu und mit KI auf und wirkte maßgeblich an einem Programm mit, welches journalistische Praktikerinnen und Praktiker einband.

jha, 28.07.2026