KIT stärkt Chip-Industrie in Baden-Württemberg
Einer der weltweit führenden Hersteller von Anlagen für die Halbleiterindustrie, SUSS MicroTec SE, die Landesregierung von Baden-Württemberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wollen gemeinsam den Ausbau der Chipindustrie im Land vorantreiben. In einem heute (Mittwoch, 29. Juli 2026) unterzeichneten Letter of Intent verpflichten sich die Partner zur Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung.
Am KIT soll dabei eine neue Professur für Advanced Packaging und Heterointegration entstehen, die die Forschung zu modernen Mikro- und Nanotechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette bündelt. Das Land fördert die Professur mit bis zu fünf Millionen Euro für acht Jahre. Sie soll auch nach Ablauf des Förderzeitraums weiter erhalten bleiben.
Chance für Studierende in einer weltweit wachsenden Branche
„Die strategische Partnerschaft mit SUSS MicroTec und die Einrichtung der neuen Professur am KIT zeigen einmal mehr, wie wir Spitzenforschung und industrielle Innovation verbinden“, sagt Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT. „Durch unsere Expertise beschleunigen wir die Entwicklung zukunftsweisender Halbleiter, die eine Schlüsseltechnologie für KI, Quantentechnologien und nachhaltige Energie sind.“
Hesthaven erwartet durch die Kooperation auch völlig neue Perspektiven für Studierende des KIT. Sie erhielten die einzigartige Möglichkeit, frühzeitig in die Praxis einzusteigen und direkt in der Halbleitertechnologie mitzuwirken, so der KIT-Präsident.
SUSS MicroTec SE plant außerdem, 45 Millionen Euro in den Neubau eines Applikations- und Entwicklungszentrums in Karlsruhe zu investieren. Das Unternehmen will dort Anlagen entwickeln und in enger Zusammenarbeit mit dem KIT neue Prozesse für die Halbleiterfertigung erforschen. So sollen bis zu 100 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die globale Halbleiterindustrie wird voraussichtlich in diesem Jahr einen Umsatz von nahezu einer Billion US-Dollar erreichen.
cko, 29.07.2026
