Natrium-Ionen-Batterien für stabile Stromnetze
Der Ausbau erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an flexiblen Stromspeichern. Mit dem Verbundprojekt PowerNIB wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gemeinsam mit ihren Partnern Natrium-Ionen-Batterien für stationäre Anwendungen zur Marktreife bringen. Ziel sind leistungsfähige, kostengünstige und nachhaltige Speicher, die Stromnetze stabilisieren und Angebot sowie Nachfrage ausgleichen. Das Projekt soll skalierbare Herstellungsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln – von der Materialsynthese bis zu einem Demonstrator im realen Einsatz.
Von der Materialentwicklung zur Anwendung
„Unser Ziel ist es, die Marktreife von Natrium-Ionen-Batteriespeichern zu beschleunigen und sie rasch für Anwendungen im Energiesystem verfügbar zu machen“, sagt Dr. Isabelle Südmeyer, Projektleiterin vom Institut für Angewandte Materialien – Energiespeichersysteme des KIT. „Das KIT verantwortet dabei insbesondere die Entwicklung und Skalierung geeigneter Kathodenmaterialien sowie deren Verarbeitung zu leistungsfähigen Elektroden.“
Auf dieser Basis entstehen Batteriezellen mit hoher Lade- und Entladeleistung, die sich für Anwendungen wie die kurzfristige Netzstabilisierung eignen. Ein Demonstrator für einen stationären Speicher soll die Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen zeigen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt läuft über drei Jahre und vereint Partner aus Forschung und Industrie, um die Technologie zügig in die Anwendung zu bringen.
mhe, 12.05.2026
