Für Chips und Chemie: KIT erhält Prototypenförderung
In der ersten Runde des Wettbewerbs um die Fördermittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hatte das KIT im Februar außerordentlich erfolgreich abgeschnitten und 5,8 Millionen Euro eingeworben. Nun erhalten zwei weitere KIT-Projekte jeweils rund 500 000 Euro aus dem EU-Programm für die Unterstützung der Prototypenförderung innovativer Technologien.
„Wir freuen uns sehr, dass die strategische und wirtschaftliche Relevanz der Forschung am KIT erneut durch die EFRE-Förderung unterstrichen wird“, erklärt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. Ziel der Förderung ist es, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen.
Langlebige Membranen und leitfähige Partikel
Im Projekt PENGEL entwickeln Forschende zwei Prototypen rund um Pellicles für die Chipproduktion. Ein Pellicle ist eine extrem dünne Schutzmembran, die bei der modernen Chipfertigung eine essenzielle Rolle spielt und regelmäßig ausgetauscht werden muss. Jeder Austausch führt zu Produktionsunterbrechungen, die Kosten von bis zu einer Million US-Dollar pro Stunde verursachen können. Forschende am KIT haben deutlich langlebigere Pellicles entwickelt und patentiert. Nun wollen sie die Herstellung auf industriellen Maßstab bringen und einen volleinsatzfähigen Prototypen fertigen und zertifizieren.
Mit dem Projekt DEMO-PER baut das KIT einen Demonstrator für einen neuartigen Reaktor. Dieser soll mit leitfähigen Partikeln funktionieren statt klassischen, festen Elektroden und somit bessere chemische Reaktionen ermöglichen. Der Prototyp des elektrochemischen Partikelelektrodenreaktors soll zeigen, ob sich das Reaktorkonzept für industrielle Anwendungen eignet.
iha, 30.04.2026
