Perowskit-Solarzellen in die Anwendung bringen
Perowskit-Solarzellen gelten als Schlüsseltechnologie für die nächste Generation der Photovoltaik. Sie bieten hohe Effizienz und neue Anwendungsmöglichkeiten an Gebäudefassaden, auf Fahrzeugen oder landwirtschaftlich genutzten Flächen. Im neu gegründeten Kompetenzcluster „PeroClu1“ arbeiten das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und die Universität Stuttgart zusammen, um Herstellungsverfahren zu skalieren und den Technologietransfer in die Industrie zu beschleunigen.
Potenzial entlang der Wertschöpfungskette ausreizen
„Perowskit-basierte Tandemsolarzellen bieten das Potenzial, die Effizienzgrenzen heutiger Photovoltaik deutlich zu überschreiten – und das führt zu einer verbesserten Ökobilanz“, sagt Professor Ulrich Paetzold vom Lichttechnischen Institut des KIT, dessen Arbeitsgruppe an PeroClu1 beteiligt ist. „Mit dem neuen Kompetenzcluster schaffen wir die Voraussetzungen, um diese Technologie aus dem Labor in die industrielle Anwendung zu überführen und damit zu einer nachhaltigen Energiezukunft beizutragen.“
Das Cluster verfolgt einen industrienahen Ansatz: Gemeinsam mit Partnern aus Maschinenbau, Sensorik und Materialentwicklung sollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Verfahren für eine spätere Serienfertigung entstehen. So können neue Materialien, Herstellungsverfahren und Bauelementarchitekturen für Perowskit-Solarmodule auf Glas und flexiblen Folien entwickelt werden.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das Verbundprojekt über zwei Jahre mit einer Million Euro, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg steuert weitere 418 000 Euro bei.
mhe, 16.10.2025
