Im Videointerview sprechen Jan S. Hesthaven und Oliver Kraft über die Beiträge des KIT zu sicherheitsrelevanter Forschung und deren Grenzen.
Im Videointerview sprechen Jan S. Hesthaven und Oliver Kraft über die Beiträge des KIT zu sicherheitsrelevanter Forschung und deren Grenzen.
Vor dem Hintergrund einer sich global verändernden Sicherheitslage hat das Präsidium des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) im April 2026 ein Positionspapier zur sicherheitsrelevanten Forschung am KIT veröffentlicht. Darin formuliert das Präsidium die Bereitschaft des KIT, wissenschaftliche Beiträge zur Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit und damit zur Resilienz der Demokratie zu leisten. Es unterstreicht außerdem die Notwendigkeit einer kritisch-reflektierten und ethisch fundierten Herangehensweise. Nun haben KIT-Präsident Professor Jan S. Hesthaven und Professor Oliver Kraft, Vizepräsident Forschung, Lehre und Akademische Angelegenheiten des KIT, in einem gemeinsamen Videointerview über zentrale Forschungsthemen, Dual-Use und klare Grenzen gesprochen.
„Wir leben leider in einer Zeit, in der Fragen der Verteidigung und Sicherheit in unserer Zivilgesellschaft ein wichtiges und relevantes Thema sind. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns als steuerfinanzierte Einrichtung in dieser Debatte positionieren“, so Hesthaven. Er erläutert, dass das KIT nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zur Sicherheit beitragen kann. Zum Beispiel, wie wir die Versorgung mit Medikamenten, Wasser oder Nahrungsmitteln in Krisenzeiten sicherstellen – und wie wir Verteidigungssysteme aufbauen können, um uns vor Bedrohungen von außen zu schützen. „Es ist wichtig, dass wir diese Diskussion am KIT führen, und es ist auch ein Thema, das zunehmend von Ministerien und der Industrie an uns herangetragen wird“, betont Hesthaven.
tsc, 24.06.2026