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Colloquium Fundamentale: Humanoide Roboter: Verkörperte Künstliche Intelligenz als Assistenz in der Pflege
Unsere medizinische Versorgung befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Gegenwärtig hat die deutsche Bundesregierung dem Gesundheitssystem drastische Sparmaßnahmen auferlegt und zahlreiche Leistungen gekürzt oder gestrichen. Damit wächst die Sorge, ob wir in Zukunft weiterhin gut versorgt sein werden. Zuversichtlich stimmen dagegen die nahezu täglich verkündeten Neuigkeiten aus der Forschung. Getrieben von Entwicklungen in der Künstlichen Intelligenz, der Biotechnologie und der Robotik werden die Grenzen des diagnostisch und therapeutisch Machbaren in einem rasanten Tempo verschoben. Diese Fortschritte geben Hoffnung, werfen aber auch Fragen danach auf, wie die zukünftige medizinische Versorgung gerecht und menschlich bleibt. Werden wir mit Innovationen die gegenwärtigen Probleme unseres Gesundheitssystems lösen können – die Unterfinanzierung, der Fachkräftemangel und der Mangel an Therapieplätzen für psychische Erkrankungen – oder schaffen wir damit gar neue Schieflagen?
Wie führende Expertinnen und Experten in die Zukunft der Medizin blicken, können Sie im Colloquium Fundamentale „Am Puls der Zukunft. Perspektiven auf Medizin und Gesundheitssystem von morgen“ im Wintersemester 2026/2027 erfahren, das im Zeichen des Wissenschaftsjahrs 2026 „Medizin der Zukunft“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt steht. Zusätzlich ist das Colloquium Fundamentale in diesem Semester Side-Event der Wissenschaftsreihe EFFEKTE, der Stadt Karlsruhe.
Wir hören, welche biomedizinischen und technischen Entwicklungen das Heilen und Pflegen revolutionieren, welche Rolle umfangreiche Patientendaten für Diagnosen und Therapien spielen und was es bedeutet, dass für Frauen bislang weitaus weniger Daten vorhanden sind. Außerdem wollen wir uns mit der Frage befassen, wie effizient unser Gesundheitssystem sein kann und soll und welche ethischen Fragen KI-basierte Anwendungen aufwerfen.
Abstract
Humanoide Roboter erleben derzeit enorme Fortschritte: Sie laufen, rennen, balancieren und lernen zunehmend selbstständig. Damit rückt eine Frage in greifbare Nähe, die angesichts des demografischen Wandels und des Personalmangels in der Pflege immer drängender wird: Können solche Systeme hier unterstützen? Der Vortrag zeigt anhand der am KIT entwickelten ARMAR-Roboter, wie KI-basierte humanoide Roboter fehlende Arbeitskräfte kompensieren können, indem sie Pflegekräfte bei wiederkehrenden, körperlich belastenden Tätigkeiten entlasten – nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als Assistenz, die Freiraum für die eigentliche zwischenmenschliche Pflege schafft. Dabei wird deutlich: Neben beeindruckenden Fortschritten bestehen weiterhin große Herausforderungen, etwa bei Manipulation, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit. Der Vortrag ordnet ein, was humanoide Assistenzroboter in der Pflege heute schon leisten können – und was noch Zukunftsmusik ist.
Foto: © Victor Moussa/stock.adobe.com
Eintritt frei
Prof. Dr. Tamim Asfour
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR)
Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM)
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Karlsruhe
Tel: +49 721 608 47910
Fax: +49 721 608 44811
Mail: veranstaltungen ∂does-not-exist.forum kit edu
https://www.forum.kit.edu
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