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Sicherheit und Privatheit im E-Mail-Verkehr

Informatikerin des KIT erhält den „Google Faculty Research Award“ für ihre Forschung zu link-zentrierten Phishing-Warnungen für Online-E-Mail-Kunden.

Betrügerische E-Mails mit gefährlichen Links, sogenannte Phishing-E-Mails, können von Benutzerinnen und Benutzern oft nicht als solche erkannt werden; neben der Zeit fehlt oft auch das notwendige Wissen, um die Webadressen hinter den Links zu prüfen. An einer sicheren Kommunikation im E-Mail-Verkehr forscht Professorin Melanie Volkamer gemeinsam mit ihrer Forschungsgruppe SECUSO (Security, Usability, Society) vom Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) des KIT.

Im Projekt „Link-zentrierte Phishing-Warnungen für Online-E-Mail-Kunden“ untersucht sie zusammen mit ihrem Arbeitskreis sowie einer Forschungsgruppe der University of Michigan schützende Maßnahmen für eine benutzerfreundliche Sicherheits- und Privatsphäre im E-Mail-Verkehr. Im Fokus stehen Phishing-Warnungen, die Benutzerinnen und Benutzern helfen können, indem sie rechtzeitig auf eine potenzielle Gefahr hinweisen. Wie wirksam und nützlich unterschiedliche Warnungen sind, erproben die Forscherinnen und Forscher im Projekt. Für eine Studie werden diese in eine öffentlich-verfügbare Browser-Erweiterung eingebaut.

Die Idee für das Projekt basiert auf dem von SECUSO entwickelten Add-on „TORPEDO“, das die Prüfung relevanter Informationen erleichtert und verschiedene Risikostufen von eingebundenen Links unterscheidet. Für diese Forschung erhält die Informatikerin, die auch am Kompetenzzentrum für angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL des KIT forscht, einen Google Faculty Research Award – den einzigen, der im Bereich „Security“ in Deutschland vergeben wurde.

Der „Google Faculty Research Award” unterstützt die universitäre Forschung in Informatik, Ingenieurwissenschaften und verwandten Bereichen. In diesem Jahr werden 175 Projekte von 78 Forschungseinrichtungen gefördert – darunter überwiegend Universitäten. Von den 35 nichtamerikanischen Gewinnern gehen vier an deutsche Einrichtungen: neben dem Karlsruher Institut für Technologie waren die Universität Bremen, die TU München und die RWTH Aachen erfolgreich. Der Preis ist mit maximal 150.000 US Dollar dotiert.

ase, 05.03.2020