Wissenschaftler aus Schwellen- und Entwicklungsländern ausgezeichnet

Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat ihre mit jeweils 60.000 Euro dotierten Georg Forster-Forschungspreise vergeben.

Zwei Wissenschaftlerinnen und sechs Wissenschaftler erhalten die diesjährigen Georg Forster-Forschungspreise der Alexander von Humboldt-Stiftung. Der Preis richtet sich an Forscherpersönlichkeiten aus Schwellen- und Entwicklungsländern, die durch ihre bisherige Forschung international sichtbar geworden sind und mit ihrer Arbeit helfen, entwicklungsrelevante Fragestellungen zu lösen. Unter den diesjährigen Presträgern befindet sich der ukrainische Wissenschaftler Igor Komarov, der in der Vergangenheit bereits mit Forschern des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammenarbeitete.

Die Preisträger werden nach Deutschland eingeladen, um Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen zu etablieren und auszubauen. Der mit je 60.000 Euro dotierte Forschungspreis wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit finanziert.

Komarov will mithilfe des Preises die Zusammenarbeit mit dem KIT ausbauen

Igor Komarov trägt mit seiner Forschung wesentlich zur Weiterentwicklung der organischen Synthesechemie bei. Derzeit forscht Komarov an der Universität Kiew zur Synthese nicht-natürlicher Aminosäuren und photoschaltbarer Cyclopeptide. Durch Lichtbestrahlung lässt sich die biologische Wirkung dieser Peptide aus- und anschalten – eine Eigenschaft, die beispielsweise bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente nützlich sein kann. Mithilfe des Georg Forster-Forschungspreises wird Komarov seine Zusammenarbeit mit dem KIT ausbauen.

Mit dem Georg Forster-Forschungspreis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fachrichtungen für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet. Berücksichtigt werden Wissenschaftler, deren grundlegende Entdeckungen und Erkenntnisse das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und die auch in Zukunft an der Ausarbeitung forschungsbasierter Lösungsansätze für die spezifischen Herausforderungen der Schwellen- und Entwicklungsländer mitwirken.


19.12.2014