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Pankreas-Krebs: Protein CD44 beeinflusst Metastasen

Peptide könnten gegen Pankreas-Tumore helfen / Biologen haben nun seine Isoform CD44v6 bei Pankreaskrebs erforscht und Peptide entdeckt, die die Metastasierung unterdrücken
Die Zellen eines Pankreastumors: Die gelben Bereiche zeigen die Ko-Lokalisierung der Proteine c-Met und CD44v6. (Bildquelle: ITG/KIT)
Die Zellen eines Pankreastumors: Die gelben Bereiche zeigen die Ko-Lokalisierung der Proteine c-Met und CD44v6 (Abb.: ITG/KIT)

Tumore der Bauchspeicheldrüse zählen wegen ihrer schnellen Metastasierung zu den aggressivsten Krebsarten. Nur drei bis fünf Prozent der Betroffenen haben eine Überlebensrate von fünf Jahren. Eine Forschergruppe des KIT hat nun die Grundlagen für neue therapeutische Ansätze geschaffen. In der Fachzeitschrift Gastroenterology berichten sie, dass im Labor CD44v6-spezifische Peptide nicht nur die Ausbreitung der Tumorzellen hemmen, sondern sogar zur Rückbildung bereits vorhandener Metastasen führen können.

"Wir glauben, dass diese Peptide ein hohes Potenzial als Wirkstoff in der Tumortherapie haben, vor allem für die Behandlung von Pankreaskrebs mit seinen aggressiven Metastasen", sagt Véronique Orian-Rousseau vom Institut für Toxikologie und Genetik (ITG) am KIT. Mit den neuen Erkenntnissen "sind wir in der Grundlagenforschung für die Entwicklung von Krebsmedikamenten einen wichtigen Schritt weiter gekommen", betont die Wissenschaftlerin weiter.

Ob und wie sich die Peptide als Wirkstoffe in der Praxis bei menschlichen Patienten bewähren, sollen ab Ende 2016 klinische Studien in Kooperation mit der KIT-Ausgründung amcure GmbH zeigen.

Detaillierte Informationen in der Pressemitteilung.

"Inhibition of Tumor Growth and Metastasis in Pancreatic Cancer Models by interference with CD44v6 Signaling", Gastroenterology, Alexandra Matzke-Ogi et al., DOI:10.1053/j.gastro.2015.10.020.


sur / del, 04.11.2015