Karlsruher Institut für Technologie

Wechselwirkungen zwischen Mensch und Technik

Chancen nutzen und Risiken verstehen

In der heutigen Industrie- und Wissensgesellschaft ist Technik ein prägender Bestandteil nahezu aller Lebensbereiche. Technik ermöglicht Schutz, Mobilität und Kommunikation, sie schafft aber auch Risiken. Zugleich müssen Wissenschaft und Technik auf grundlegende gesellschaftliche Herausforderungen reagieren. Die Erschließung erneuerbarer Energiequellen etwa oder eine soziale und ökologische Globalisierung werden ohne wissenschaftliche Reflexion und ohne technische Innovation kaum zu bewältigen sein. Im Zentrum  „Mensch und Technik“ erforschen mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Gesellschaft auf der einen und Wissenschaft und Technik auf der anderen Seite. Unter sozialen, ethischen, kulturellen, politischen, ökonomischen, rechtlichen und psychologischen Gesichtspunkten beschäftigen sie sich mit gesellschaftlich wichtigen Fragen zum Verhältnis von Mensch und Technik. So trägt das KIT Zentrum Mensch und Technik dazu bei, gesellschaftlich nötige und technisch herausfordernde Transformationen zu verstehen, anzustoßen und forschend zu begleiten.

Forschungshighlights

Im Reallabor Quartier Zukunft – Labor Stadt erkunden Bewohnerinnen und Bewohner der Karlsruher Oststadt, wie das Leben im Viertel nachhaltiger werden kann. Ob Wohnen, Wirtschaft, Verkehr, Bildung oder soziales Miteinander – alles hat miteinander zu tun, alles ist wichtig, lautet das Motto des preisgekrönten, vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT betriebenen Projekts. Aufs große Ganze zielen dagegen die Kopernikus-Projekte, eine der größten deutschen Forschungsinitiativen zur Energiewende.  Hier untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die sozioökonomischen Rahmenbedingungen des Stromnetzumbaus, bewerten die Lebenszyklen neuer Energietechnologien, fragen, welche Auswirkungen eine schwankende Energieversorgung auf die Industrieproduktion hat, und nehmen die Energiewende überdies als gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess ins Visier.