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KIT unterzeichnet Compact for Open Access Publishing Equity (COPE)

Passend zur weltweiten Open Access Week hat das Präsidium des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) am 26. Oktober den Compact for Open Access Publishing Equity (COPE) unterzeichnet.

Das KIT als erste deutsche Forschungseinrichtung, die COPE unterzeichnet hat, reiht sich damit ein unter die Förderer des zukunftsträchtigen Open-Access-Publikationswegs.

Die internationale Initiative COPE wurde von führenden US-Universitäten wie Harvard und MIT initiiert und ist ein weiterer Baustein für die Förderung des Open-Access-Publizierens: Durch die Unterzeichnung verpflichten sich die teilnehmenden Bildungs- und Forschungseinrichtungen, in ihren Institutionen nachhaltige Mechanismen der vollständigen oder teilweisen Übernahme von Open-Access-Publikationsgebühren einzurichten. Der COPE lässt jeder Einrichtung bei der Wahl der Methoden und Modelle der Umsetzung freie Hand.

Mit der Unterzeichnung geht das KIT einen weiteren, wichtigen Schritt hin zur Förderung einer nachhaltigen Wissenschaftskommunikation, die neue Publikationsformen im Umfeld des Open-Access-Publizierens fördert und so den freien Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen verbessert: Der Aufbau neuer, spezieller Open-Access-Fördertöpfe ist notwendig, da Verlage in der Regel von Autoren beziehungsweise ihren Einrichtungen eine Gebühr für die Publikation und Organisation des Qualitätssicherungsprozesses verlangen.

Diese Publikationsgebühr bringt zwar endlich die von Bibliotheken lang geforderte Preistransparenz in den von Oligopolen verzerrten wissenschaftlichen Zeitschriftenmarkt, aber sie hält auch viele Wissenschaftler davon ab, in Open Access Journals zu publizieren. Die Einrichtung der vom COPE initiierten speziellen Förderungsfonds baut so langfristig Hemmnisse gegen das Open-Access-Publizieren ab und erleichtert Wissenschaftlern die Entscheidung für die Veröffentlichung in einer Zeitschrift nach diesem Geschäftsmodell.

Der Beitrittsbeschluss des Präsidiums baut auf fruchtbaren Arbeiten am KIT auf, denn hier werden die Ideen des COPE bereits seit Beginn des Jahres in die Tat umgesetzt: Seit 2011 existiert der von der KIT-Bibliothek verwaltete KIT-Publikationsfonds, der Veröffentlichungen in peer-reviewed-Zeitschriften mit Publikationsgebühren von unter 2000 Euro bezuschusst. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die seit 2009 über eine spezielle Förderlinie finanzielle Mittel für den Aufbau von zentralen, institutionseigenen Publikationsfonds bereitstellt.

Der Beitritt zu COPE soll aufbauend auf diesen praktischen Vorarbeiten auch ein Zeichen setzen, damit die neuen infrastrukturellen Maßnahmen, die mit der Etablierung des KIT-Publikationsfonds verbunden waren, am KIT verstetigt und in eine dauerhafte Förderstruktur überführt werden.


tob, 04.11.2011