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Jubiläumskolloquium des KIT-Archivs

Zum 25-jährigen Jubiläum lud das Archiv zu Fachvorträgen über "Digitale Langzeitarchivierung" ein.

Die digitale Archivierung stellt Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen vor neue Herausforderungen: Digitale Unterlagen sind leicht und spurlos veränderbar, die Authentizität und Integrität der verwahrten Unterlagen muss daher durch besondere, oft aufwändige organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet werden. Mit dieser Herausforderung setzten sich über 40 Wissenschaftler verschiedener Archive und Bibliotheken, aus dem KIT und anderen Hochschulen sowie des Landesarchives Baden-Württemberg und der Deutschen Forschungsgemeinschaft beim Kolloquium "Digitale Langzeitarchivierung" auseinander. Das Kolloquium wurde vom KIT-Archiv unter der Leitung von Dr. Klaus Nippert anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Einrichtung organisiert.

Auf eine eigene Materialform, die gerade für Archive von Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen eine immer stärkere Rolle spielt und einen dramatischen Umschwung in Sachen Informationsbewahrung vermuten lässt, ging Dr. Stefan Winkler-Nees von der Deutschen Forschungsgemeinschaft ein: Primäre Forschungsdaten finden in jüngster Zeit besonderes Interesse nicht nur wegen der gestiegenen Anforderungen an die Überprüfbarkeit von Forschungsergebnissen, sondern auch wegen ihres Nachnutzungswerts. Bislang jedoch wird die Aufgabe der Bewahrung des im Forschungsprozess entstandenen Materials nicht im erforderlichen Maß wahrgenommen.

Klaus Nippert wies darauf hin, dass "die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften mit grundsätzlichen Anforderungen an die Bewahrung primärer Forschungsdaten hier eine wichtige Funktion übernommen hat, die auch als Vorarbeit für die Langzeitarchivierung zu sehen" sei.

Robert Hauser, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums kulturelle Überlieferung – digital Karlsruhe (KÜdKa), referierte über die Frage, was das KÜdKa zum Erhalt komplexer digitaler Ojekte leisten kann, beispielsweise bei Fragen der Erhaltungsplanung. Aus der Diskussion zwischen Wissenschaftlern, Archivaren, Informatikern und Bibliothekaren ging hervor, dass die Digitale Langzeitarchivierung künftig einer intensiveren Kommunikation zwischen Erzeugern der Daten und jenen bedarf, die für deren langfristige Verfügbarkeit sorgen.


sk/tr, 16.12.2010