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Das neue Teilchen ist ein Higgs-Boson

Im Sommer 2012 gaben Wissenschaftler am CERN in Genf die Entdeckung eines neuen, Higgs-artigen Teilchens bekannt. Nach Auswertung aller von den Experimen­ten ATLAS und CMS am LHC aufgezeichneten Daten wird nun die Natur des Teil­chens immer klarer.

Nachdem die Wechselwirkung mit anderen Teilchen, der Eigen­drehimpulse (Spin) und die Eigenschaften bei Spiegelung des Raumes (Pa­ri­tät) mit etwa 2½-mal mehr Daten als im letzen Sommer genauer untersucht werden konn­ten, lautet die wichtigste Erkennt­nis: Das neue Teilchen ist ein Higgs-Boson.

Ein wichtiger Beitrag zu diesem Ergebnis kommt von den Teilchenphysikern am KIT. Sie haben den ersten sicheren Nachweis erbracht, dass das neue Teilchen an Tau-Leptonen koppelt, die schweren Geschwister des Elektrons. Die gemessene Kopplungsstärke ent­spricht dabei ziemlich genau den Erwartungen, die dem Higgs-Boson im Stan­dard­modell der Teilchenphysik entsprechen. Die Existenz weiterer Higgs-artige Teilchen kann allerdings zur Zeit nicht aus­ge­schlos­sen werden.

GridKa: Computing-Fäden laufen am KIT zusammen

Diese Ergebnisse sind insbesondere auch der exzellenten Performance der Computing-Infrastruktur an Rechenzentren wie GridKa am KIT zu verdanken. GridKa ist der zentraleuropäische Knoten im weltweit verteilten Netzwerk von Re­chen­zen­tren für den LHC.

GridKa stellt mit 10'000 CPU-Kernen und 11'000 Terabytes an Plat­ten­platz etwa 15 Prozent der Rechen- und Speicherleistung der so genannten Tier-1-Zent­ren be­reit. Diese sind für Simulationsrechnungen, Datenrekonstruktion und Da­ten­ver­tei­lung an nachgelagerte Tier-2-Zentren zuständig.


26.03.2013