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Presseinformation 164/2016

Bundestag will mehr wissenschaftliche Beratung

Der Deutsche Bundestag setzt seit 1990 auf die Expertise des KIT und des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag – Arbeit der Denkfabrik wird nun deutlich gestärkt
Neue Technologien, wie etwa die Elektromobilität, stehen im Focus des vom KIT koordinierten Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (Bild: KIT)
Neue Technologien, wie etwa die Elektromobilität, stehen im Focus des vom KIT koordinierten Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (Bild: KIT)

Nachhaltige Energieversorgung und Mobilität, Gesundheit und alternde Gesellschaft, Digitalisierung und Zukunft der Arbeit. Die Politik kümmert sich um vielfältigen gesellschaftlichen Wandel, der oft durch technologische Innovation ausgelöst wird. Um fundiert und früh zu reagieren, setzt der Bundestag auf die Kompetenzen des vom KIT betriebenen Büros für Technikfolgen-Abschätzung (TAB). Die Abgeordneten beschlossen nun in der letzten Haushaltssitzung, die Mittel für diese wissenschaftliche Beratung ab 2017 um 25 Prozent zu erhöhen.

 

Könnte Climate Engineering als eine Art „Notfalltechnologie“ beitragen, den Klimawandel zu verhindern oder seine Folgen einzudämmen? Welche Konsequenzen hätte ein flächendeckender und lang anhaltender Stromausfall für Infrastruktur und öffentliche Ordnung? Wo liegen die Chancen und die Risiken des Einsatzes von Robotern bei der Pflege älterer Menschen? „Wir beobachten, dass es immer mehr Fragen zu den Auswirkungen neuer Technologien gibt, für deren Beantwortung sich die Fraktionen des Bundestags eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Beratung wünschen“, sagt Professor Armin Grunwald, der seit 1999 das Institut für Technikfogenabschätzung und Systemanalyse des KIT und seit 2002 auch das TAB leitet. „Die Verbesserung der finanziellen Voraussetzungen unserer Arbeit ist für uns ein deutliches Signal großer Wertschätzung und eine elementare Voraussetzung, um die gewachsenen Ansprüche an die wissenschaftliche Beratung auf hohem Niveau erfüllen zu können“, so Grunwald.

 

Seit 26 Jahren berät das TAB den Deutschen Bundestag in wesentlichen Fragen des wissenschaftlich-technologischen Wandels.  Rund 200 Berichte für den Bundestag sind entstanden. In den parlamentarischen Beratungsprozess flossen zuletzt unter anderem Ergebnisse von Berichten zur Synthetischen Biologie, zu Modernen Stromnetzen als Schlüsselelement nachhaltiger Energieversorgung, zur Inwertsetzung von Biodiversität, zur Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit oder zur Online-Mediensucht ein. Aktuell in der Vorbereitung sind unter anderem Analysen zur Robotik in der Pflege, zum Data-Mining und zu den Chancen und Risiken mobiler und digitaler Kommunikation in der Arbeitswelt, aber auch zu den Auswirkungen von Beobachtungstechnologien im Bereich der zivilen Sicherheit.

 

Den gewachsenen Aufgaben entsprechend bietet das TAB mittlerweile – neben umfangreichen Arbeitsberichten – eine Reihe weiterer Arbeits-, Präsentations-, Diskussions- und Beteiligungsformate an: Zukunftsstudien mittels der Methode des Horizon-Scanning, Stakeholder-Panel-Umfragen und -Workshops oder öffentliche Fachgespräche richten sich nicht nur an die Abgeordneten und Parlamentsgremien, sondern auch an Interessierte aus Ministerien, Behörden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt an die Öffentlichkeit. Mit dem jetzigen Beschluss des Bundestages erhöht sich das Budget des TAB auf rund 2,6 Millionen Euro. Neben dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT sind seit 2013 auch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin, das Helmholtz-Institut für Umweltforschung (UFZ GmbH) in Leipzig sowie die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) in Berlin als Kooperationspartner am TAB beteiligt.

 

Archiv der bisherigen TAB-Berichte:

https://www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/index.html

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

jm, 28.11.2016

Weiterer Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Redakteur/Pressereferent
Tel.: +49 721 608-21165
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