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Presseinformation 107/2012

An den Schnittstellen von Technik und Gesellschaft

Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS veranstaltet in Berlin Gespräche zur Energiewende
Technik und Gesellschaft im Einklang? Um diese Frage drehen sich die  „Helmholtz-Gespräche zur Energiewende“ (Foto: Sören Marotz)
Technik und Gesellschaft im Einklang? Um diese Frage drehen sich die „Helmholtz-Gespräche zur Energiewende“ (Foto: Sören Marotz)

Dass die Energiewende gelingt, hängt nicht nur von technischen Entwicklungen ab. Der Umbau des Energiesystems lässt sich nur dann verwirklichen, wenn die Gesellschaft ihn mitträgt. Um diese Herausforderung drehen sich die „Helmholtz-Gespräche zur Energiewende“ am Mittwoch, 27. Juni, um 18 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Ausgangspunkt sind die Arbeiten der vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) koordinierten Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS. Vertreterinnen und Vertreter der Medien sind zu den Gesprächen herzlich eingeladen.

Wie lässt sich Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien gewährleisten – was tun, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht? Wie viel regionale Selbstversorgung ist möglich, wie viel großflächige Vernetzung nötig? Wie lassen sich Technologieangebote, Versorgungsinfrastrukturen, Betreibermodelle und Verbraucherverhalten aufeinander abstimmen? Um diese und weitere Fragen geht es bei der Veranstaltung „Technik und Gesellschaft im Einklang? Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende“ am 27. Juni. Die Diskussion soll die Transformation des Energiesystems vor allem von der Bedarfs- und Nutzerseite aus betrachten und die vielfältigen Schnittstellen zwischen technischen und sozialen Faktoren, die den Umbauprozess hin zu neuen Infrastrukturen bestimmen, eingehend analysieren.
 
Wie sich dieser Prozess effizient und sozialverträglich gestalten lässt, untersucht die Helmholtz-Allianz „ENERGY-TRANS – Zukünftige Infrastrukturen der Energieversorgung“, einem Forschungsverbund von vier Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft, drei universitären und einem außeruniversitären Partner. Das KIT fungiert als Koordinator. Sozial- und Politikwissenschaftler, Psychologen und Philosophen, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, Ingenieure und Systemanalytiker arbeiten fächerübergreifend in fünf Forschungsfeldern, 17 Projekten und zwei Querschnittsthemen. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt die Allianz auch „Wissen zum Handeln“, das in gesellschaftliche Debatten, Stakeholder-Diskussionen und Politikberatung einfließen soll. Die Allianz ist auf fünf Jahre – 2011 bis 2016 – angelegt und hat ein Projektvolumen von 16,5 Millionen Euro.

Die Helmholtz-Gespräche „Technik und Gesellschaft im Einklang? Voraussetzungen für eine erfolgreiche Energiewende“ finden am Mittwoch, 27. Juni 2012, um 18 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Einstein-Saal, Jägerstraße 22-23, 10117 Berlin statt.


Programm:

Begrüßung
Professor Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
 
Energiewende als Gemeinschaftswerk – Überlegungen aus sozialwissenschaftlicher Sicht
Professorin Gesine Schwan, Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA School of Governance

Vorstellung der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS
Professor Armin Grunwald, Sprecher der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS, KIT

Podiumsdiskussion
Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesumweltministeriums
Professor Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft
Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Professor Michael Weinhold, CTO Siemens Energy, Siemens AG
Dr. Holger Krawinkel, Leiter Fachbereich Bauen, Energie und Umwelt, Verbraucherzentrale Bundesverband
Dr. Werner Neumann, energiepolitischer Sprecher, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Moderation:
Professor Ortwin Renn, Sprecher der Helmholtz-Allianz ENERGY-TRANS, Universität Stuttgart
 
Um Anmeldung unter www.helmholtz.de/energy-trans-2012 wird gebeten.
 
 
In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität. In die ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs sind Umwandlungsprozesse und Energieeffizienz mit einbezogen. Das KIT-Zentrum Energie verbindet exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse. Forschung, Lehre und Innovation am KIT unterstützen die Energiewende und den Umbau des Energiesystems in Deutschland. Klare Prioritäten liegen in den Bereichen Energieeffizienz und Erneuerbare Energien, Energiespeicher und Netze, Elektromobilität sowie dem Ausbau der internationalen Forschungszusammenarbeit.

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

or, 22.06.2012