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Presseinformation 055/2011

Beistand für Entscheider im Katastrophenschutz

KIT und Fraunhofer Institut vereinbaren strategische Partnerschaft
Wenn die Stromversorgung ausfällt, müssen Katastrophenschützer schnell und fundiert entscheiden können. KIT und Fraunhofer IOSB helfen ihnen. (Foto: EnBW)
Wenn die Stromversorgung ausfällt, müssen Katastrophenschützer schnell und fundiert entscheiden können. KIT und Fraunhofer IOSB helfen ihnen. (Foto: dpa)

Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM), eine gemeinsame Einrichtung des KIT und des GeoForschungsZentrums Potsdam, sowie das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) haben eine strategische Partnerschaft für die kommenden Jahre vereinbart. Dabei wollen sie unter anderem ein System entwickeln, das Entscheider im Katastrophenschutz unterstützt, wenn Stromversorgung oder Verkehr zusammenbrechen.

Zentrale Forschungsgebiete des Fraunhofer IOSB sind Informations- und Wissensmanagement, bildgestützte Objekterkennung sowie Leit- und Interaktionssysteme. Die Schwerpunkte von CEDIM im Bereich der Naturkatastrophen heißen Risikoerfassung, Frühwarnung, Echtzeitprognosen und Risikomanagement. „Diese Profile ergänzen sich in einzigartiger Weise“, erklärt Professor Friedemann Wenzel, Sprecher von CEDIM und Professor am Geophysikalischen Institut des KIT. Professor Jürgen Beyerer, geschäftsführender Leiter des Fraunhofer IOSB und Inhaber des Lehrstuhls für Interaktive Echtzeitsysteme am KIT, ist überzeugt, „dass die mit der Zusammenarbeit von IOSB und CEDIM geschaffenen Synergien zu neuen Entwicklungen bei der Frühwarnung und der Konzeption von Systemen zur  Entscheidungsunterstützung führen werden.“

Die strategische Partnerschaft setzen CEDIM und Fraunhofer IOSB in zwei Aktivitäten um: Sie haben das Forschungsprojekt „KRITIS“ zur Sicherheit kritischer Infrastrukturen konzipiert und treiben es seit Ende 2010 gemeinsam voran. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, das den Entscheidern im Katastrophenschutz in Kommunen, Kreisen und Ländern hilft, wenn Stromversorgung oder Verkehr nicht mehr funktionieren.

Zudem unterstützt CEDIM die Organisation der Konferenz ISCRAM 2013, deren Ausrichtung das KIT in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IOSB in einem Wettbewerb gewonnen hat. ISCRAM ist die „International Community on Information Systems for Crisis Response and Management“ und steht für hochwertige internationale Konferenzen im Bereich der Informationstechnologien für das Krisenmanagement. Die Konferenz wird vom 12. bis 15. Mai 2013 in Baden-Baden und Karlsruhe stattfinden. Konferenzleiter ist Professor Beyerer.

Das Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) des Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum – GFZ und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum im Bereich des Katastrophenmanagements. Es soll helfen, natürliche und anthropogene Risiken besser zu verstehen, früher zu erkennen und die Folgen von Katastrophen besser zu beherrschen. In den einzelnen Projekten arbeiten über 30 Wissenschaftler aus mehr als 15 Instituten dieser Einrichtungen.

Das neue Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB mit den beiden Standorten Karlsruhe und Ettlingen entstand gemäß der Empfehlung des Wissenschaftsrates von 2007 zum 1.1.2010 aus dem FGAN-Institut für Optronik und Mustererkennung FOM in Ettlingen und dem Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung IITB.

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

ele, 30.03.2011

Weiterer Pressekontakt:

Klaus Rümmele
Presse, Kommunikation und Marketing (PKM)
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Fax: +49 721 608-45681
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