Home | english | Impressum | Sitemap | Intranet | KIT
Portrait Monika Landgraf
Kontakt:
Monika Landgraf
Pressesprecherin, Leitung Presse

Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Presseinformation 034/2011

Auswirkungen von Katastrophen auf Logistiksysteme

Wissenschaftler und Praktiker entwickeln Strategien für den Ernstfall
Logistikknoten Hamburger Hafen, Container-Terminal Altenwerder (Foto: HHLA)
Logistikknoten Hamburger Hafen, Container-Terminal Altenwerder (Foto: HHLA)

Katastrophen, ob Naturkatastrophen oder Terroranschläge, haben gravierende Folgen für Mensch und Infrastruktur. Ein professioneller Umgang mit solchen Risiken ist nicht zuletzt für eine stark vernetzte Volkswirtschaft wie Deutschland, die von Verkehrswegen und Logistikknoten wie dem Hamburger Hafen abhängt, notwendig. Die Auswirkungen von Katastrophen auf Logistiksysteme untersucht das Projekt „Risikomanagementstrategien in Logistik- und Infrastrukturnetzen“, in dem Wirtschaftswissenschaftler der Technischen Universität Berlin und des KIT mit Praktikern der 4flow AG sowie der Kühne + Nagel (AG & Co.) KG zusammenarbeiten.

Ein dauerhafter Ausfall der Infrastruktur kann die Versorgung der Bevölkerung und der produzierenden Betriebe gefährden, wie das Beispiel der Sperrung der Rheinschifffahrt im Januar 2011 zeigte. Fragen, die im Rahmen des Forschungsprojektes beantwortet werden, sind unter anderem: Welche Auswirkungen haben mögliche Katastrophen und wie geht man mit diesen um? Wie müssen Logistiksysteme aussehen, damit sie für Katastrophen gewappnet sind? Welche Aufgaben kann und soll der Staat leisten, um die Versorgung von Bevölkerung und Unternehmen sicherzustellen?
Im Zentrum des Forschungsvorhabens stehen dabei momentan vorhandene und künftig denkbare Risikomanagementstrategien bei Logistikunternehmen, Infrastrukturbetreibern und staatlichen Institutionen sowie deren Auswirkungen bei bestimmten Katastrophenszenarien. Beispiele für solche Strategien sind die Berücksichtigung möglicher Katastrophenszenarien beim Ausbau von Verkehrsnetzen, die Anpassung von Sicherheitsbeständen oder die Vorhaltung alternativer Lieferketten.   
Im Projekt werden sowohl die volkswirtschaftliche Relevanz als auch die Folgen für einzelne Unternehmen bewertet, um aus den Erkenntnissen praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Strategien abzuleiten. Dazu werden neue logistische Simulationsmodelle entwickelt, mit denen Analysen sowohl auf Unternehmensebene als auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene möglich werden.

Das Forschungsprojekt ist auf drei Jahre angelegt. Es wird im Zuge der Bekanntmachung „Sicherung der Warenketten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung gefördert.

 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

le, 01.03.2011

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Presse, Kommunikation und Marketing
Tel.: +49 721 608-48121
Fax: +49 721 608-45681
margarete lehneBxk4∂kit edu