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Presseinformation 144/2010

Zukunftsthema Energie: Forschung und Gesellschaft im Gespräch

KIT engagiert sich für die Karlsruher Bürgerkonferenzen der Initiative „Wissenschaft im Dialog“
Bürger diskutieren in Karlsruhe über Fragen der künftigen Energienutzung. (Foto:WiD)
Bürger diskutieren in Karlsruhe über Fragen der künftigen Energienutzung. (Foto:WiD)

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) setzt sich dafür ein, Wissenschaftsthemen auf breiter Ebene zu vermitteln. Als eine der führenden Energieforschungseinrichtungen in Europa blickt das KIT auf eine Vielzahl von Aktivitäten im Wissenschaftsjahr Energie zurück. So unterstützte das KIT auch die Karlsruher Bürgerkonferenzen zur Energienutzung der Zukunft. In den beiden von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) getragenen Konferenzen im Oktober und November dieses Jahres entwickelten die Teilnehmer Visionen, von denen sowohl Forscher als auch Bürgerinnen und Bürger profitieren.

Die Menschen zuverlässig, sicher, bezahlbar und umweltverträglich mit Energie zu versorgen, stellt eines der großen Themen der Zukunft dar. Im KIT-Zentrum Energie entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Gesamtkonzept für den künftigen Energiemix. „Um unserem gesellschaftlichen Auftrag in der Energieforschung gerecht zu werden, engagieren wir uns auch für den Dialog zwischen Forschung und Bürger“, erklärt der Geschäftsführer des KIT-Zentrums Energie, Dr. Wolfgang Breh.

In den von der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) getragenen, von der Stadt Karlsruhe und dem KIT unterstützten, mit großem Aufwand organisierten Konferenzen diskutierten insgesamt fast 100 Bürgerinnen und Bürger miteinander und mit Experten Fragen der Energienutzung der Zukunft. Ergebnis der beiden je zweitägigen Konferenzen im Oktober und November dieses Jahres am KIT sind Visionen zur Energieversorgung sowie Strategien, diese Visionen umzusetzen. Die Karlsruher Bürgerkonferenzen zeigen, dass das Interesse der Menschen an Zukunftsthemen enorm ist und dass der Wunsch besteht, frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden zu werden. Nach lebhaften Diskussionen stimmten die Teilnehmer am 21. November über ein Bürgergutachten mit fünf Visionen ab, in dem sie Empfehlungen an Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft richten. So entwickelten die Bürger beispielsweise die Idee von einem „intelligenten Haus“ und empfahlen die Erarbeitung eines neuen energetischen Baurechts. Weitere Informationen zu den Visionen und Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger unter: www.buerger-debattieren.de

Der Vermittlung von Wissenschaftsthemen diente auch die Anfang Oktober von WiD und KIT ausgerichtete Energie-Zukunftwerkstatt für Schüler. „Jugendliche für diese Zukunftsfragen zu interessieren, ist besonders wichtig“, erklärt Wolfgang Breh. „Schließlich sind sie es, die in der Welt von morgen leben werden.“

Die Unterstützung der Bürgerkonferenzen und des Schülerforums sind ein Baustein in den Aktivitäten des KIT im Wissenschaftsjahr Energie. Highlights waren der Tag der offenen Tür des KIT mit mehr als 45 000 Besuchern, die Konzeption des Internet-Energiequiz der Helmholtz-Gemeinschaft sowie Energie-Exponate bei der Ausstellung „Entdeckungen“ auf der Bodenseeinsel Mainau und auf der MS Wissenschaft.

 
In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität. In die ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs sind Umwandlungsprozesse und Energieeffizienz mit einbezogen. Das KIT-Zentrum Energie verbindet exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse.


Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

or, lg, 22.11.2010