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Mathematik trifft auf Kunst

Studierende des KIT und der PH Karlsruhe setzen mathematische Gesetze künstlerisch um – die Arbeiten sind ab dem 22. März in der Ausstellung „Chaos und Ordnung“ am KIT zu sehen.

Was kommt heraus, wenn abstrakte Formeln und nüchterne Beweisführungen der Mathematik auf die Kunst treffen? Jedenfalls nicht „Malen nach Zahlen“. Dass im Zusammenspiel von Mathematik und Kunst dagegen „Chaos und Ordnung“ entstehen kann, zeigten Studierende des KIT und der Pädagogischen Hochschule (PH) Karlsruhe in einer Kooperationsveranstaltung des KIT-Instituts für Angewandte und Numerische Mathematik bzw. Engineering Mathematics and Computing Lab (EMCL) unter Leitung von Professor Vincent Heuveline und der Abteilung Kunst der PH Karlsruhe unter Leitung von Professor Lutz Schäfer.

Die Gesetze der Mathematik sind „greifbar“: Sie begegnen uns häufig im Alltag, beispielsweise in der Musik oder in der Natur. Auf der Basis von mathematischen Fragestellungen setzten sich die Studierenden daher künstlerisch mit Themen wie „Fraktale in der Natur“ oder „die Kármánsche Wirbelstraße“ auseinander. Die entstandenen Bilder und die Darstellungen der mathematischen Resultate präsentierten die Studierenden nun bei einer Vernissage rund 50 Besuchern.

„Eine besondere Herausforderung war die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Studierenden mit scheinbar vollkommen unterschiedlichen Arbeitsweisen und Fachwissen“, erklärt Professor Heuveline. „In der Darstellung von abstrakten Formeln und mathematischen Gesetzen in Bildern ergab sich für die Studierenden der Mathematik eine Vielzahl neuer Darstellungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, die weit über die Theorie hinausgingen“. So erwarben die Studierenden beider Hochschulen neben fachlichen Kenntnissen auch soziale und kulturelle Kompetenzen durch die Teamarbeit.

Professor Schäfer zeigte sich beeindruckt vom Schaffen der Studierenden: „Die Kunststudierenden haben gelernt, dass ein künstlerisches Werk nicht bloße Illustration eines mathematischen Problems sein kann, sondern ein Eigenleben führen muss.“

Interessierte können die entstandenen Werke ab Dienstag, 22. März, in einer Ausstellung in den Räumen des EMCL im Gebäude 01.86 (Fritz-Erler-Str. 23), KIT-Campus Süd, besichtigen. Die Ausstellung ist dienstags von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet.


sk, 17.03.2011