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KIT-Forscher bauen optische Tarnkappe für den Nebel

Ideale Tarnkappen für sichtbares Licht in diffusiven Umgebungen / Einfache Anordnung erzielt erstaunliche Ergebnisse
Im diffus streuenden Medium bewegt sich Licht auf zufälligen Bahnen (Lupe). Darin wirft ein normaler Gegenstand (links) einen Schatten, einer mit Tarnkappe (rechts) nicht. (Bild: R. Schittny/KIT)
Im diffus streuenden Medium bewegt sich Licht auf zufälligen Bahnen (Lupe). Darin wirft ein normaler Gegenstand (li.) einen Schatten, einer mit Tarnkappe (re.) nicht (Bild: R. Schittny/KIT)
Reale Tarnkappen sind aufwendig und funktionieren nur in bestimmten Situationen. Die Gesetze der Physik verhindern es, dass eine optische Tarnkappe Objekte in Luft für beliebige Richtungen, Farben und Polarisationen unsichtbar macht. Ändert man jedoch das Medium, so wird es sehr viel einfacher Objekte zu tarnen.

Physiker des KIT haben nun mit relativ einfachen Mitteln eine ideale Tarnkappe für lichtstreuende Umgebungen wie etwa Nebel oder Milch hergestellt und erfolgreich getestet. Ihre Ergebnisse erscheinen in der renommierten Zeitschrift Science (DOI: 10.1126/science.1254524).

In diffusiven Medien breitet sich Licht nicht mehr geradlinig aus, sondern wird von den Partikeln im Medium ständig gestreut. Bekannte Beispiele sind Nebel, Wolken oder Milchglasscheiben, die zwar Licht einlassen, aber die Lichtquelle verschleiern. „Diese Eigenschaft von lichtstreuenden Medien lässt sich nutzen, um Objekte darin zu verstecken“, sagt Robert Schittny, der Erstautor der Studie.

Vollständige Pressemitteilung des KIT.


kes, 06.06.2014