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Presseinformation 052/2018

Öffentliches Symposium: Frauenrechte in Bewegung

Mit Veranstaltung „Europa in Bewegung. Gesellschaften, Werte und Frauenrechte im Aufbruch“ beteiligt sich das ZAK an den 24. Europäischen Kulturtagen Karlsruhe.
Frauenrechte und offene Gesellschaft nimmt ein öffentliches Symposium des ZAK in den Blick.(Schmuckfoto: Pixabay, Creative Commons Lizenz)
Frauenrechte und offene Gesellschaft nimmt ein öffentliches Symposium des ZAK in den Blick.(Schmuckfoto: Pixabay, Creative Commons Lizenz)

Das öffentliche wissenschaftliche Symposium des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) thematisiert am 4. und 5. Mai 2018 die Rechte der Frauen, emanzipatorische Rollbacks und die Zukunft der offenen Gesellschaft. Eröffnet wird die öffentliche Veranstaltung am Freitag, 4. Mai 2018 um 19 Uhr im Karlsruher Rathaus mit einem Festvortrag der Berliner Menschenrechtsaktivistin, Rechtsanwältin und Imamin Seyran Ateş.

 

 

Der Wandel der Geschlechterverhältnisse war in den vergangenen 100 Jahren enorm. Noch nie waren Frauen so erfolgreich und präsent wie heute. Doch hinter den Erfolgen treten alte Muster zu Tage und noch immer verhindern soziale und kulturelle Barrieren die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Auch die aktuellen Migrationsbewegungen stellen das europäische Wertesystem auf den Prüfstand. Wie erreichen wir gleiche Rechte für alle und ist dies möglich ohne kulturrelativierende Folgen? Welche Wechselwirkungen ergeben sich für die europäische Rechtskultur durch Immigration und Integration, Diaspora und Parallelwelten? Welche sozialen, kulturellen und politischen Barrieren verhindern die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen?

 

 

Anlässlich der 24. Europäischen Kulturtage Karlsruhe 2018 „Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle“ hat das ZAK Expertinnen und Experten eingeladen, um die aktuellen Prozesse mit historischen Dimensionen zu verknüpfen und das Thema Werte und Menschenrechte aus interdisziplinären Perspektiven zu betrachten. „Wir wollen die Rechte der Frauen und ihre unbefriedigende Umsetzung hinterfragen“, sagt Professorin Caroline Y. Robertson-von Trotha, wissenschaftliche Leiterin des Symposiums. „Dabei untersuchen wir, welche Auswirkungen revolutionäre Ideen auf die gesellschaftliche Emanzipation gehabt haben oder noch haben werden. Wir diskutieren auch welche „importierten“ Wertemodelle wir tolerieren können und wo die Grenze der Toleranz gezogen werden soll.“

 

 

Eröffnet wird das Symposium am Freitag, 4. Mai 2018 um 19 Uhr im Bürgersaal des Karlsruher Rathauses mit dem Festvortrag „Frauen im Islam – Theorie und Wirklichkeit“ von der Rechtsanwältin, Menschenrechtsaktivistin und Gründerin der Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin, Seyran Ateş.

 

 

Am Samstag, 5. Mai 2018 beginnt die Veranstaltung um 9.30 Uhr in der IHK Karlsruhe mit dem Vortrag „100 Jahre Frauenwahlrecht: Viel erreicht – und noch mehr zu tun“ von Professorin Gabriele Abels von der Eberhard Karls Universität Tübingen. Auf dem Programm stehen Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Frauenbilder der rechtsnationalen Identitären Bewegung, Islamischer Feminismus und kulturelle Vielfalt Europas. Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES e.V., spricht über geschlechterspezifische Gewalt, die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Elham Manea referiert über Frauen im islamischen Recht und die saudi-arabische Autorin Rana Ahmad spricht über die Verfolgung in ihrer Heimat.

 

 

Der Eintritt zum Symposium ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich (Einlass solange Plätze vorhanden).

 

 

Mit dem öffentlichen wissenschaftlichen Symposium beteiligt sich das ZAK am KIT bereits seit 1992 an den Europäischen Kulturtagen Karlsruhe. Das vollständige Programm sowie Informationen zu den Rednerinnen und Rednern gibt es unter www.zak.kit.edu/ekt.

 

 

Das Foto erhalten Sie zum Download unter: https://pixabay.com/de/verbundene-augen-blind-haare-1732522/  (Creative Commons)

 

Weitere Materialien: https://de-de.facebook.com/EKTKarlsruhe/videos/198919950601044/

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 500 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

am, 30.04.2018

Weiterer Pressekontakt:

Anna Moosmüller
ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale
Tel.: +49 721 608-48027
Fax: +49 0721 608-44811
E-Mail: anna moosmuellerYvs1∂kit edu