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Presseinformation 014/2018

Plötzlicher Herztod: Vorsprung im Wettlauf gegen die Zeit

Über Fernzugriff auf Smartphones erhalten Notfallleitstellen wertvolle medizinische Informationen – EU-Initiative EIT Health fördert vom KIT geleitetes Konsortialprojekt
Jede Minute zählt: Telemedizinische Lösungen verschaffen Rettungskräften wertvolle Zeit (Foto: Markus Breig, KIT)
Jede Minute zählt: Telemedizinische Lösungen verschaffen Rettungskräften wertvolle Zeit (Foto: Markus Breig, KIT)

Tag für Tag sterben in Deutschland etwa 250 Menschen infolge von Herz-Kreislauf-Stillständen. Schnelle und geeignete Erste Hilfe kann die Überlebenschancen eines Notfallopfers deutlich erhöhen, umso mehr, wenn Ärzte und Sanitäter schon vor dem Eintreffen am Ort des Geschehens relevante Informationen erhielten. Im Projekt RAMSES, einem durch die EU-Initiative EIT Health geförderten Konsortialprojekt unter Federführung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), entsteht mit EmergencyEye eine passende technische Lösung: Sie ermöglicht es Notfallleitstellen, den Ersthelfern die benötigten Informationen per Video über ihre Smartphones bereitzustellen.

 

Weniger als zehn Prozent der Menschen, die einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleiden, überleben eine reanimationspflichtige Situation, zwischen etwa 75.000 und 100.000 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen. Die Digitalisierung des Gesundheitswesens eröffnet Möglichkeiten, diese seit Jahren stabilen Zahlen signifikant zu senken, allein: „Im Gesundheitswesen befindet sich Deutschland noch in der IT-Steinzeit“, sagt der Experte für Telemedizin Professor Wilhelm Stork, Leiter des Bereichs Mikrosystemtechnik am Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT und Konsortialführer von RAMSES.

 

Im zu Jahresbeginn gestarteten Projekt RAMSES (Remote Access to Medical Information on Smartphones during Emergencies and Health Crisis, zu Deutsch: Fernzugriff auf medizinische Informationen mittels Smartphones bei Gesundheitskrisen) soll nun binnen eines Jahres die technische Lösung hierfür entwickelt werden. Ein zentrales Element ist das Fernzugriffsmodul EmergencyEye, mit dem sich das am Projekt beteiligte Start-up Corevas in der ersten Ausschreibungsrunde des Head-Start-Programms 2017 des European Institute of Innovation and Technology (EIT) durchgesetzt hat. Am ITIV wiederum wird nach der Antwort auf die Frage gesucht, wie der Disponent über das Ersthelfer-Smartphone einen Rückkopplungskanal öffnen kann, ohne dass das Smartphone dies als unzulässigen Zugriff betrachtet und verhindert.

 

Hören Sie hier den Experten im Radiointerview:

 

 

Hackathon: Ideen für die Weiterentwicklung

 

Ideeninput soll der „EmergencyEye-Hackathon am Ring“ bringen: Studierende sind dazu aufgerufen, vom 16. bis 18. Februar 2018 am Nürburgring technische Lösungen rund um das Notfallmanagement per Remote-Zugriff auf Smartphones zu entwickeln. Auf dem Programm stehen zudem Key-Notes sowie Veranstaltungen beispielsweise zu Design Thinking oder Business Modeling.

 

Weitere Informationen und Anmeldung: https://hackathonamring.jimdo.com/

 

Das European Institute of Innovation and Technology (EIT), eine 2008 gegründete Initiative der EU, vernetzt europäische Spitzenforschung und Unternehmen, um Lösungen für zentrale Zukunftsthemen voranzutreiben und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken. Das 2014 initiierte EU-Konsortium EIT Health ist eine der größten Gesundheitsinitiativen weltweit. Es hat das Ziel, die Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.

 

http://eit.europa.eu/eit-community/eit-health

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 500 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

del, 15.02.2018

Weiterer Pressekontakt:

Denis Elbl
Redakteur/Pressereferent
Tel.: +49 721 608-21153
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Das Foto kann in der höchsten uns vorliegenden Qualität angefordert werden unter:
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Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.