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Presseinformation 010/2014

KIT betreibt zentrales Hochleistungsrechner-System der Landesuniversitäten

Grundversorgungssystem für das Hochleistungsrechnen „bwUniCluster“ am KIT gestartet – einfacher Zugang für Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg
Der „bwUniCluster“ am KIT stellt zentrale Hochleistungsrechnerkapazität für die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg bereit. (Bild: KIT)
Der „bwUniCluster“ am KIT stellt zentrale Hochleistungsrechnerkapazität für die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg bereit. (Bild: KIT)

Das Hochleistungsrechner-System „bwUniCluster“ geht heute (27. Januar 2014) am KIT in Betrieb. Er ist das erste zentrale System für eine flächendeckende Grundversorgung der baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen mit Hochleistungsrechnerkapazität. Seine Rechenleistung von 176 Tera-Flop/s entspricht der von 5.000 breitbandig miteinander vernetzten High-End-PCs. Der Rechner ist Teil des baden-württembergischen Landeskonzepts „bwHPC“ für das Hoch- und Höchstleistungsrechnen in Forschung und Lehre. 

 

Um der zunehmenden Bedeutung des wissenschaftlichen Rechnens in Forschung und Lehre begegnen zu können, sind wissenschaftliche Institutionen auf modernste Infrastrukturen angewiesen. Die Universitäten und weitere Einrichtungen des Landes haben daher gemeinschaftlich Konzepte entwickelt, die auf dem Prinzip einer kooperativen Bereitstellung und Nutzung von Ressourcen und Diensten basieren, um so Wissenschaftler und Studierende im Land bestmöglich unterstützen zu können. „Der bwUniCluster als Teil der landesweiten Konzeption ersetzt bzw. ergänzt die lokalen Hochleistungsrechner-Ressourcen an den Landesuniversitäten und ermöglicht so ein arbeitsteiliges und effizienteres Vorgehen“, erklärt Dr. Holger Marten, Abteilungsleiter am Steinbuch Centre for Computing (SCC) für Wissenschaftliches Rechnen und Simulation.

 

Der „bwUniCluster“ am KIT stellt zentrale Hochleistungsrechnerkapazität für die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg bereit. (Bild: KIT)
Der „bwUniCluster“ am KIT stellt zentrale Hochleistungsrechnerkapazität für die Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg bereit. (Bild: KIT)

 

Das massiv parallele System „bwUniCluster“ (baden-württembergischer Universitäts-Cluster) mit einer theoretischen Spitzenleistung von 176 Tera-Flop/s, das sind 176 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde, steht auch weiteren, noch nicht beteiligten Landeshochschulen sowie für Kooperationen mit der Industrie gegen Kostenbeteiligung zur Verfügung. Die Investitionskosten betragen rund 4 Millionen Euro und werden so wie die Betriebskosten je hälftig vom Land und den neun Landesuniversitäten getragen. Auf der Grundlage des vom SCC koordinierten, innovativen Identitätsmanagement-Projekts „bwIDM“ bietet es den Wissenschaftlern unabhängig vom Standort einen höchst einfachen und sicheren Zugang wie bei einem System vor Ort. Zudem fördert das Land ein bwHPC-Begleitprojekt, das die Wissenschaftler bei der Nutzung der Hochleistungsrechensysteme unterstützt. Die wissenschaftsadäquate Nutzung und Fortentwicklung der Systeme wird durch einen landesweiten Ausschuss gesteuert, in den alle beteiligten Hochschulen Wissenschaftsvertreter entsendet haben.

 

Das Landeskonzept „bwHPC“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als innovativ und überregional wegweisend begutachtet und zur Förderung empfohlen wurde, gilt deutschlandweit als vorbildlich. „bwHPC“ umfasst die Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens (High Performance Computing, HPC) mit unterschiedlichen Leistungsklassen und Kompetenzzentren auf allen Ebenen: vom Ausbau des Stuttgarter Höchstleistungsrechenzentrums über einen Zugang für breite Nutzerschichten der Landeshochschulen zu den Hochleistungssystemen des KIT bis hin zu speziellen, fachgebundenen Rechen-Clustern an Universitäten und Forschungseinrichtungen des Landes. Der „bwUniCluster“ am Steinbuch Centre for Computing (SCC) des KIT bildet dabei das zentrale HPC-Grundversorgungssystem für die Wissenschaftler in Baden-Württemberg.

 

Weitere Informationen zum bwUniCluster: http://www.scc.kit.edu/dienste/9237.php

 

Weiterer Kontakt:
Ursula Scheller, SCC, Tel.: +49 721 608-44865, Fax: +49 721 32550, E-Mail: ursula schellerCsr0∂kit edu

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieurs-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26.000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

us, 27.01.2014

Weiterer Kontakt:

Kosta Schinarakis
Themenscout
Tel.: +49 721 608-41956
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail:schinarakis@kit.edu
Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: presseCch8∂kit edu oder +49 721 608-47414. Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.