Karlsruher Institut für Technologie

Presseinformation 108/2013

Die Wissenschaft der Schleudern

Grundlagen und Technik als Lehrbuch für den Einstieg in die Wissenschaft
Pauli der Bär erläutert die Mechanik der Schleuder (Bild: Claus Mattheck, KIT)
Pauli der Bär erläutert die Mechanik der Schleuder (Bild: Claus Mattheck, KIT)

Wer hat als Kind nicht mit selbstgebauten Schleudern, auch Zwillen genannt, auf leere Konservendosen geschossen? Aber eine Schleuder ist viel mehr als ein Kinderspielzeug. Sie kann als Einstieg in Physik und Maschinenbau dienen. Energiespeicherung, Wirkungsgrad und Dynamik sind nur einige der Themen, die mit den Grundlagen der Schleuder-Technik begreifbar werden. So beschrieben im neuesten Buch von Professor Claus Mattheck „Die Mechanik der Schleuder – erläutert mit einfühlsamen Worten von Pauli dem Bär“.

 

Hätten wir als Kind geahnt, wie viel Wissenschaft und Technik notwendig sind, um eine ordentliche Schleuder zu bauen und damit zu schießen, hätten wir wahrscheinlich entmutigt aufgegeben. Irgendwie ging es auch so – aber die Ergebnisse wären besser gewesen, wenn wir mehr gewusst hätten. Hier helfen die Untersuchungen von Professor Claus Mattheck, Abteilung Biomechanik des Karlsruher Instituts für Technologie, weiter und bieten gleichzeitig einen spielerischen Zugang zu Wissenschaft und Technik.

 

Die Auswahl des Materials für den Schleuder-Körper bietet Gelegenheit für einen Ausflug in die Bauteiloptimierung bis hin zur Biomechanik von Bäumen. Der Aufbau und die Befestigung des elastischen Bandes mit der Ledertasche führen zu Materialforschung, Verbindungstechniken und Verschleiß. Mit dem Abschuss tritt die Ballistik in den Vordergrund: Beschleunigung, Luftwiderstand und Schwerkraft bestimmen die Flugbahn.

 

All dies ist im neuesten Buch von Claus Mattheck zu finden. Die anschauliche Beschreibung ist die eine Seite, vertiefen lässt sich die Materie noch mit dem theoretischen Anhang, der auch die grundlegenden Formeln enthält. Hochgeschwindigkeitsaufnahmen zeigen die Beschleunigung der Kugel, die eher ein mehrfaches Schubsen als ein stetiger Prozess ist. Viele Zeichnungen und Diagramme beschreiben, wie ein optimaler Schuss aussehen kann und welche Fehler dabei möglich sind. Nicht zuletzt spielt die Sicherheit eine große Rolle – zum Schutz des Schleuder-Anwenders und seiner Umgebung.

 

Das Cover des Buches „Die Mechanik der Schleuder – erläutert mit einfühl-samen Worten von Pauli dem Bär“ von Professor Claus Mattheck

Das Cover des Buches „Die Mechanik der Schleuder – erläutert mit einfühlsamen Worten von Pauli dem Bär“ von Professor Claus Mattheck

 

 

Das Buch „Die Mechanik der Schleuder – erläutert mit einfühlsamen Worten von Pauli dem Bär“ ist soeben im Verlag des Karlsruher Instituts für Technologie erschienen (ISBN 978-3-923704-83-5, über 100 farbig bebilderte Seiten, 14 cm x 15 cm, broschiert, 20 Euro) und kann im Online-Buchhandel bezogen werden.

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 24 400 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

jh, 26.08.2013
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