Karlsruher Institut für Technologie

Presseinformation 021/2013

Umwelt- und Energielösungen für Baden-Württemberg

„Statuskolloquium Umweltforschung“ am 20. und 21. Februar am KIT präsentiert 20 anwendungsorientierte Projekte – Eröffnung mit Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller
Mit der Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheiten befasst sich ein Vortrag beim Kolloquium. Das „Flagging“ mit einem hellen Tuch ist eine Methode zum Sammeln der Tiere. (Foto: Lena Kratzer, Zoologisches Institut, KIT)
Mit der Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheiten befasst sich ein Vortrag beim Kolloquium. Das „Flagging“ mit einem hellen Tuch ist eine Methode zum Sammeln der Tiere. (Foto: Lena Kratzer, Zoologisches Institut, KIT)

Anwendungsorientierte Projekte der Umwelt- und Energieforschung präsentiert das 15. „Statuskolloquium Umweltforschung Baden-Württemberg“ am 20. und 21. Februar 2013 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Dabei geht es unter anderem um Energiespeicher, Wasserstoff-Infrastruktur, Geothermie sowie klimarelevante Gase aus Böden. Veranstalter ist der Projektträger Karlsruhe, Abteilung Baden-Württemberg Programme (PTKA-BWP) des KIT im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg.

 

Das zweitägige Kolloquium im Fortbildungszentrum für Technik und Umwelt (FTU) des KIT-Campus Nord umfasst insgesamt 20 Beiträge zu laufenden und gerade abgeschlossenen Forschungsprojekten, die das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft innerhalb des Programms BWPLUS (Baden-Württemberg Programm Lebensgrundlage Umwelt und ihre Sicherung) fördert. Unter den anwendungsorientierten Forschungsarbeiten aus den Themenbereichen „Klima und Umwelt“, „Moore und Organische Böden als Quellen und Senken klimarelevanter Gase“, „Herausforderung Erdwärme/Geothermie“, „Thermische Energiespeicher", „Energie/Energiespeichertechnologien“ sowie „Innovationsprogramm Wasserstoffinfrastruktur Baden-Württemberg“ sind auch drei Projekte, an denen das KIT beteiligt ist.

 

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller eröffnet das Kolloquium am Mittwoch, 20. Februar, um 10 Uhr zusammen mit KIT-Vizepräsident Dr. Ulrich Breuer. In einem Impulsvortrag beleuchtet Professor Gerd Michelsen, Inhaber der Professur für Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Mitglied des UNESCO-Nationalkomitees „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, aktuelle Fragen zur sozial-ökologischen Forschung und Transdisziplinarität. Im Zeitalter der Energiewende tragen nicht nur innovative Technologien zur Realisierung neuer Lösungen bei, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch den Gesellschafts- und Kulturwissenschaften kommt dabei große Bedeutung zu, da die Verwirklichung von technischen Lösungen auch von der Akzeptanz in der Gesellschaft abhängt.

 

Über das neue Programm „Energie/Energiespeichertechnologien“ im Rahmen des BWPLUS-Programms fördert das baden-württembergische Umweltministerium bereits fünf Forschungsvorhaben mit rund drei Millionen Euro. Insgesamt hat die Landesregierung für das Programm sechs Millionen Euro bis zum Jahr 2015 bereitgestellt. In einer zweiten Ausschreibungsrunde können noch bis zum 15. Februar 2013 weitere Projektideen eingereicht werden. „Wir müssen Energie aus erneuerbaren Quellen wirtschaftlich zwischenspeichern und die Speicher in die Netze zwischen Erzeugern und Verbrauchern einbinden können. Diese großen technischen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen müssen wir meistern, damit die Energiewende ein Erfolg wird“, so Minister Untersteller.

 

Unter anderem werden die neuesten Ergebnisse aus dem interdisziplinären Forschungsvorhaben „Ökologie von Zecken als Überträger von Krankheitserregern in Baden-Württemberg“ erwartet, die Wissenschaftler der Abteilung Ökologie und Parasitologie des Zoologischen Instituts sowie des Instituts für Geographie und Geoökologie des KIT gemeinsam mit Projektpartnern der Universität Hohenheim und des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg am 20. Februar ab 11.30 Uhr präsentieren. Das Projekt untersucht die Ökologie von Zecken in Bezug auf Lebensraum, Landnutzung, Wirtstiere und Klima und fragt, ob und wie diese Faktoren mit dem Auftreten von Zecken, ihrer Häufigkeit und einer damit verbundenen Gefahr der Übertragung von Krankheiten wechselwirken.

 

Der Projektträger Karlsruhe (PTKA) des KIT ist Partner und Mitgestalter bei der Förderung wissenschaftlicher Forschung und technischer Entwicklung. Seine Kernaufgabe besteht darin, seine Auftraggeber bei der programmgebundenen Projektförderung und Verbreitung von Forschungsergebnissen zu unterstützen. In der Abteilung Baden-Württemberg Programme werden zum Beispiel für das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für die Baden-Württemberg Stiftung Förderprogramme vorbereitet, umgesetzt und betreut.

 

Zum kompletten Programm des Statuskolloquiums:

http://www.ptka.kit.edu/downloads/ptka-bwp/Kolloquium_Programm_2013.pdf

Anmeldungen für die interessierte Öffentlichkeit unter bwpHcn8∂ptka kit edu

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 24 400 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

or, 12.02.2013
Monika Landgraf
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