Karlsruher Institut für Technologie

Presseinformation 012/2013

Ausstellung: Geheimcodes erleben und begreifen

IT-Sicherheitsexperten des KIT und ZKM zeigen im „Kryptologikum“ historische Exponate sowie Experimente zur Kryptographie
Eine der berühmtesten kryptographischen Maschinen ist die „Enigma“ aus dem Zweiten Weltkrieg (Foto: Willi Geiselmann, KIT)
Eine der berühmtesten kryptographischen Maschinen ist die „Enigma“ aus dem Zweiten Weltkrieg (Foto: Willi Geiselmann, KIT)

Verschlüsselungstechniken haben Kriege mitentschieden und Liebesaffären begleitet – heute machen sie Geschäfte in der digitalen Welt möglich. Die Prinzipien der Kryptographie (gr. ‚Geheimschrift‘) greifbarer zu machen, ist Ziel des „Kryptologikums“, welches das Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) initiiert hat: Die Ausstellung findet vom 01. bis zum 03. Februar 2013 im ZKM I Zentrum für Kunst und Medientechnologie statt. Zur Eröffnung am Donnerstag, 31. Januar, 18 Uhr, sind Journalistinnen und Journalisten herzlich eingeladen. (Anmeldungen mit beiliegendem Formular.)

 

Kryptographie ist das Absichern informationstechnischer Systeme gegen Manipulation, ganz gleich, ob es sich dabei um moderne ITSysteme oder geheime Briefe handelt. So sind historische kryptographische Prinzipien naturgemäß genauso wenig auf den ersten Blick zu durchschauen wie moderne. Das Kryptologikum zielt darauf, diese Prinzipien einem breiten Publikum spielerisch zu vermitteln und die Ideen und Konzepte der Kryptographie sichtbar, erfahrbar und greifbar zu machen. „So zeigt beispielsweise die Station ‚Münzwurf am Telefon‘, wie die bekannte Kopf-oder-Zahl-Frage mit einfachsten kryptographischen Methoden auch dann sicher und zuverlässig eine Entscheidung zulässt, wenn die Beteiligten an unterschiedlichen Orten sind“, sagt Professor Jörn Müller-Quade, der Initiator des Kryptologikums.

 

Daneben zeigt die Ausstellung auch historische Verschlüsselungsmaschinen, unter anderem eine „Enigma“ (gr. ‚Rätsel‘) aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Für das Kryptologikum haben die Veranstalter eine Sammlung zusammengetragen, die in dieser Form zum ersten Mal präsentiert wird. Mit historischen Verfahren und den Möglichkeiten moderner Verschlüsselung zeigt sie nicht nur die Kryptographie im Wandel der Zeit, sondern regt auch zum Dialog über die IT-Sicherheit an. Im Informationszeitalter gewinnt das Verschlüsseln von Daten weiter an Bedeutung: Die zunehmende Vernetzung, die Entwicklung intelligenter Infrastrukturen und die Auslagerung von Anwendungen ins Internet erhöhen die Anforderungen an moderne IT-Sicherheit.

 

Am KIT beschäftigt sich das Kompetenzzentrum für Angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL mit Fragen der Cybersicherheit. „Zusätzlich zum klassischen Schutz der Peripherie müssen auch Bedrohungen von innen, zum Beispiel durch Trojaner, abgewehrt werden, und es genügt heute nicht mehr, die Sicherheit von Teilsystemen zu betrachten“, so Müller-Quade, der das Institut für Kryptographie und Sicherheit am KIT leitet und einer der Initiatoren von KASTEL ist. Die Gesamtsicherheit erfordert neue Bedrohungsmodelle, Sicherheitsziele und Methoden. Dazu kooperieren elf Lehrstühle des KIT aus den Fachbereichen Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften. KASTEL ist eines von deutschlandweit drei Forschungszentren für Cybersicherheit, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2011 eingerichtet hat.

 

Das Kryptologikum ist eine Veranstaltung des Kompetenzzentrums für Angewandte Sicherheitstechnologie KASTEL am KIT in Kooperation mit dem ZKM I Zentrum für Kunst und Medientechnologie und der Karlsruher IT-Sicherheitsiniative KA-IT-Si.

 

Weitere Informationen zu Ausstellung, Öffnungszeiten, Führungen sowie Begleitprogramm: www.kryptologikum.de

 

Programm der Eröffnungsfeier am 31.01.2013

 

Eröffnungsfeier in Zusammenarbeit mit der Karlsruher IT-Sicherheitsinitiative KA-IT-Si

18:00 Uhr      Begrüßung im ZKM_Kubus
                      Dirk Fox, Secorvo Security Consulting GmbH

18:05 Uhr      Grußworte des ZKM

18:10 Uhr      Grußwort der Stadt Karlsruhe
                      Erste Bürgermeisterin Margret Mergen

18:15 Uhr      Vortrag zu Exponaten des Kryptologikums
                      Professor Jörn Müller-Quade, KIT

                      Aufführung des 4-teiligen Musikstücks „KAS
                      TEL- Symphonie“,
Komposition und Arrangement
                      Johannes Helsberg, im ZKM_Kubus

ca. 19:15 Uhr  Sektempfang vor dem ZKM_Kubus

anschl.            Besuch der Ausstellung auf dem Musikbalkon des ZKM, Buffet

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 24 400 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der deutschen Exzellenzuniversitäten.

iah, 22.01.2013
Monika Landgraf
Kontakt:

Monika Landgraf
Leiterin Gesamt-kommunikation, Pressesprecherin

Tel: +49 721 608-41150
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Margarete Lehné

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin

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Öffentlichkeitsarbeit
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